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	<title>Grüner Nomade &#187; Uni Kassel</title>
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		<title>Master Thesis angemeldet</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Mar 2011 20:47:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Letzte Woche habe ich endlich mal (nach einem mehre Monate dauernden formalistischen Hin und Her mit vielen Formularen, Beratungsgespr&#228;chen, Unterschriften etc.) geschafft, meine Master Thesis anzumelden. Ich schreibe die Arbeit am Fraunhofer-Institut f&#252;r Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) und die Arbeit tr&#228;gt den nicht ganz so kurzen Titel: Techno-&#246;konomischer Vergleich von Erneuerbarem Methan mit anderen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche habe ich endlich mal (nach einem mehre Monate dauernden formalistischen Hin und Her mit vielen Formularen, Beratungsgespr&#228;chen, Unterschriften etc.) geschafft, meine Master Thesis anzumelden. Ich schreibe die Arbeit am <a href="http://www.iwes.fraunhofer.de/">Fraunhofer-Institut f&#252;r Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES)</a> und die Arbeit tr&#228;gt den nicht ganz so kurzen Titel: <em>Techno-&#246;konomischer Vergleich von Erneuerbarem Methan mit anderen Stromspeichertechnologien</em>.</p>
<p>Angesichts der aktuellen Debatte um einen <a href="http://blog.lukas-emele.de/2011/03/18/energiepolitik-nach-fukushima/">Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Atomausstieg und einem m&#246;glicherweise schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien</a> ist das &#8211; wie ich denke &#8211; ein hochaktuelles Thema. Denn bei einem hohen Anteil an fluktuierenden, also zeitlich schwankenden, erneuerbaren Energien in unserem Stromsystem werden wir nicht umhin kommen, gro&#223;e Strommengen von Zeiten mit Strom&#252;berschuss in Zeiten mit Strommangel zu verlagern. Es gibt schon einige Speichertechnologien, die sich prinzipiell daf&#252;r eignen. <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Pumpspeicherkraftwerk">Pumpspeicherkraftwerke</a> sind dabei die etabliertesten. Daneben werde ich in meiner Arbeit auch noch <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Druckluftspeicherkraftwerk">Druckluftspeicherkraftwerke</a> und <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Wasserelektrolyse">elektrolytisch erzeugten Wasserstoff</a> untersuchen. <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Akkumulator">Elektrische Batterien (Akkus)</a> werde ich nur am Rande behandeln. Die genannten Technologien werden in meiner Arbeit mit der noch sehr jungen Technologie <em>Erneuerbares Methan</em> verglichen.</p>
<p><span id="more-1158"></span></p>
<p>Erneuerbares Methan ist eine Speichertechnologie, bei der mit &#252;bersch&#252;ssigem Strom per Elektrolyse Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespaltet. Der Wasserstoff (H2) l&#228;sst man dann mit Kohlendioxid (CO2) zu Methan (CH4) weiterreagieren. Das CO2 kann dabei aus den unterschiedlichsten Quellen kommen: Es f&#228;llt als Abfallprodukt z.B. in Biogasanlagen an oder auch unvermeidlich bei vielen industriellen Prozessen. Sogar direkt aus der Luft kann es genutzt werden. Da <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Erdgas">Erdgas</a> zum gr&#246;&#223;ten Teil (je nach Erdgas-Sorte zu 80 bis 98 %) aus Methan besteht, kann das Erneuerbare Methan wie Erdgas genutzt werden, also z.B. in <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Erdgasspeicher">unterirdischen Speicherkavernen</a> &#252;ber lange Zeitr&#228;ume gespeichert werden und in Erdgaskraftwerken oder Blockheizkraftwerken verstromt werden. Aber auch zum Heizen und als Fahrzeugkraftstoff l&#228;sst es sich wie normales Erdgas verwenden. Im Unterschied zu Erdgas ist Erneuerbares Methan aber CO2-neutral &#8211; sofern das CO2 zur Methanherstellung nicht aus der Verbrennung fossiler Quellen stammt.</p>
<p>In der Fernsehsendung <a href="http://www.umwelt.zdf.de">ZDF-Umwelt</a> wurde die Technologie letztes Jahr vorgestellt:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="640" height="390" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/qg9hbihghAo&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="640" height="390" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/qg9hbihghAo&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&amp;border=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Entwickelt wurde und weiterentwickelt wird die Technologie in einem Team bestehend aus WissenschaftlerInnen und IngenieurInnen vom Fraunhofer-IWES in Kassel, dem <a href="http://www.zsw-bw.de/">Zentrum f&#252;r Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung Baden-W&#252;rttemberg</a> in Stuttgart und der Firma <a href="http://www.solar-fuel.net/">SolarFuel</a>, ebenfalls in Stuttgart. Da bisher nur relativ grobe Vergleiche zu anderen Speichertechnologien existierten, ist es meine Aufgabe, die Technologie Erneuerbares Methan mit den oben genannten anderen Speichertechnologien zu vergleichen. Da die Speicherung von Strom immer auch mit Kosten verbunden ist, reicht es nicht aus, die Speicher technisch miteinander zu vergleichen, sondern auch wirtschaftlich. Das erkl&#228;rt dann auch das sch&#246;ne Fremdwort &#8220;techno-&#246;konomisch&#8221; im Titel der Master Thesis ;-)</p>
<p>Das ist &#252;brigens nicht das erste Mal, dass ich &#252;ber Erneuerbares Methan blogge, denn ich war ja letztes Jahr auf der <a href="http://blog.lukas-emele.de/2010/03/24/konferenz-biogasaufbereitung-zu-biomethan-tag-1/">Biomethan-Konferenz in Bad Hersfeld</a>, wo unter anderem Erneuerbares Methan vorgestellt wurde. Und es wird auch bestimmt nicht das letzte Mal sein, dass ich &#252;ber diese Technologie schreibe. Aber auch &#252;ber die anderen Speichertechnologien werde ich &#8211; sofern ich die Zeit und die Mu&#223;e finde &#8211; hier im Blog noch etwas detailierter eingehen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://blog.lukas-emele.de/?flattrss_redirect&amp;id=1158&amp;md5=0f66eb8dde903165e3665ae93f578d7d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.lukas-emele.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Solarthermie f&#252;r Spitzbergen</title>
		<link>http://blog.lukas-emele.de/2010/07/31/solarthermie-fuer-spitzbergen/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Jul 2010 12:24:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erneuerbare Energien]]></category>
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		<category><![CDATA[Uni Kassel]]></category>
		<category><![CDATA[Vakuumröhrenkollektor]]></category>
		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>

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Nutzung der Sonnenenergie in der Arktis? Was ist denn das f&#252;r eine Schnappsidee? Ist das nicht genauso sinnlos, wie eine Skipiste in der W&#252;ste anlegen zu wollen? So weit im Norden scheint doch sowieso das halbe Jahr keine Sonne. Und wenn sie dann mal da ist, dann schafft sie es doch kaum &#252;ber den ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.flickr.com/photos/gogoolplex/1169314797/"><img title="friday 021 (2).jpg von gogoolplex unter CC-BY-NC-2.0-Lizenz" src="http://farm2.static.flickr.com/1397/1169314797_b5358c2ddb.jpg" alt="friday 021 (2).jpg von gogoolplex unter CC-BY-NC-2.0-Lizenz" width="500" height="270" /></a><p class="wp-caption-text">friday 021 (2).jpg von gogoolplex unter CC-BY-NC-2.0-Lizenz</p></div>
<p>Nutzung der Sonnenenergie in der Arktis? Was ist denn das f&#252;r eine Schnappsidee? Ist das nicht genauso sinnlos, wie eine Skipiste in der W&#252;ste anlegen zu wollen? So weit im Norden scheint doch sowieso das halbe Jahr keine Sonne. Und wenn sie dann mal da ist, dann schafft sie es doch kaum &#252;ber den Horizont. Au&#223;erdem ist es in der Arktis sowieso immer eiskalt.</p>
<p>Das werden wahrscheinlich viele von euch gedacht haben, als sie die &#220;berschrift gelesen haben. Kann aber der Einsatz von solarthermischen Anlagen auch in arktischen Gegenden sinnvoll sein?</p>
<p>Genau diese Frage untersuchte ich zusammen mit einem Kommilitonen f&#252;r einen <a href="http://www.lukas-emele.de/cms/wp-content/uploads/2010/07/2010-07-13-Solarthermievortrag-Spitzbergen-Emele-Georgii.pdf">Vortrag</a> im Rahmen der Vorlesung <a href="http://www.solar.uni-kassel.de/">Solarthermie-Vertiefung</a> an der Uni Kassel. Konkret haben wir dabei eine Solarthermieanlage f&#252;r eine kleine fiktive Forschungsstation ausgelegt. Die W&#228;rme der Sonne soll dabei sowohl zur Unters&#252;tzung der Heizung, als auch zur Trinkwassererw&#228;rmung genutzt werden. Die Forschungsstation steht dabei in <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Ny-%C3%85lesund">Ny-Alesund</a>, einem der n&#246;rdlichen bewohnten Orte der Welt. Ny-Alesund liegt auf der norwegischen Inselgruppe <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Spitzbergen_%28Inselgruppe%29">Spitzbergen</a>, etwa 1000 km weiter n&#246;rdlich als die n&#246;rdlichsten Ausl&#228;ufer des europ&#228;ischen Festlands rund um das Nordkap.</p>
<p>F&#252;r die Auslegung der Solarthermieanlage haben wir und sehr lange mit den klimatischen Verh&#228;ltnissen und insbesondere mit der solaren Einstrahlung in Spitzbergen auseinandergesetzt. F&#252;r die <a href="http://www.ssb.no/english/subjects/00/00/20/nos_svalbard_en/nos_d330_en/tab/021.html">Temperaturdaten</a> fanden wir verl&#228;ssliche Daten beim <a href="http://www.ssb.no/en/">Statistisches Zentralamt Norwegen.</a> Demnach betr&#228;gt die Jahresdurchschnittstemperatur in Ny-Alesund bibberig-kalte -6,4 °C. Aber f&#252;r arktische Verh&#228;tnisse ist das sogar noch relativ warm, denn in Spitzbergen sind noch die letzten Ausl&#228;ufer des <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Golfstrom">Golfstroms</a> zu sp&#252;ren. Im Juli betr&#228;gt die Durchschnittstemperatur immerhin &#8220;sommerliche&#8221; 4,7 °C. Das ist immerhin so viel, wie in <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/w/index.php?title=Datei:Klimadiagramm-Kassel-Deutschland-metrisch-deutsch.png&amp;filetimestamp=20061008050521">Kassel im M&#228;rz</a>. Daf&#252;r wird es dann im Februar mit durchschnittlichen -15,2 °C richtig kalt. F&#252;r die Temperaturen hatten wir also Daten, die gut genug waren, um mit ihnen arbeiten zu k&#246;nnen.</p>
<p><span id="more-879"></span></p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.flickr.com/photos/gruenernomade/4842779989/"><img title="Temperatur und Solarstrahlung in Ny-Alesund, Spitzbergen" src="http://farm5.static.flickr.com/4152/4842779989_ac6b205173.jpg" alt="Temperatur und Solarstrahlung in Ny-Alesund, Spitzbergen" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Temperatur und Solarstrahlung in Ny-Alesund, Spitzbergen</p></div>
<p>Die Suche nach vern&#252;nftigen und verl&#228;sslichen Daten f&#252;r die Sonneneinstrahlung hingegen war deutlich schwieriger. Wir haben schlussendlich auch drei Quellen gefunden: die NASA-Webseite <a href="http://eosweb.larc.nasa.gov/sse/">Surface meteorology and Solar Energy</a>,die professionelle meterologische Datenbank <a href="http://www.meteonorm.com/">METEONORM</a> und einen <a href="http://hdl.handle.net/10013/epic.10543">Messbericht</a><sup><a href="http://blog.lukas-emele.de/2010/07/31/solarthermie-fuer-spitzbergen/#footnote_0_879" id="identifier_0_879" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="vollst&auml;ndiger Titel: Kupfer, H.,  Herber, A.,  K&ouml;nig-Langlo, G.: Radiation measurements and synoptic observations at Ny-&Aring;lesund, Svalbard">1</a></sup> von einer Messkampagne von Vorort. Allerdings differieren die Angaben in diesen drei Quellen sehr. Sowohl die Angaben zu der <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Globalstrahlung">Globalstrahlung</a> (also der gesamten Strahlung), als auch die Angaben zu den einzelnen Strahlungsanteilen (direkte, diffuse und reflektierte Strahlung) variierten sehr. So gibt z.B. die NASA f&#252;r den Strahlungsanteil, der vom Boden reflektiert wird, einen ganzj&#228;hrigen Anteil von unter 20 % an. In dem erw&#228;hnten Messbericht hingegeben fanden wir Angaben von bis zu 80 % so lange Schnee liegt. (Die Schneeschmelze ist auf Spitzbergen typischerweise im Juni.) Da wir nicht wussten, welche Quelle die zuverl&#228;ssigste ist, gingen wir davon aus, dass die wahren Werte irgendwo in der Mitte der jeweiligen Daten liegen. Daher mittelten wir die Daten der drei Quellen.</p>
<p>F&#252;r unsere Forschungsstation nahmen wir eine Nutzfl&#228;che von 300 m² an und das bis zu 10 Personen gleichzeitig in der Station arbeiten und forschen. Das bedeutet, es geht relativ eng zu, aber das ist auf Forschungsstationen durchaus &#252;blich.  Da wegen der geringen Durchschnittstemperaturen auch im Sommer geheizt werden muss, haben wir den Heizw&#228;rmebedarf mit 100 kWh/(m²·a) abgesch&#228;tzt. Das entspricht einem deutschen Niedrigenergiehaus, das nach Spitzbergen transferiert wird.</p>
<p>Mit unseren Annahmen zu Heizw&#228;me- und Warmwasserbedarf und unseren Absch&#228;tzungen bez&#252;glich der Sonneneinstrahlung haben wir eine Solarthermie-Anlage so ausgelegt, mit der wir etwa 25 Prozent des sonst verwendeten Energietr&#228;gers, z.B. Heiz&#246;l, einsparen k&#246;nnen. Damit kamen wir auf eine Auslegung mit 34 m² <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Vakuumr%C3%B6hrenkollektor">Vakuumr&#246;hrenkollektoren</a> und einem Warmwasserspeicher von 2000 l.  F&#252;r Vakuumr&#246;hrenkollektoren haben wir uns entschieden, da diese geringere W&#228;rmeverluste haben als herk&#246;mmliche <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Flachkollektor">Flachkollektoren</a>, insbesondere bei besonders tiefen Umgebungslufttemperaturen. Die Kollektoren wollen wir dabei senkrecht aufstellen, um da R&#246;hrenkollektoren Strahlung aus fast allen Richtungen absorbieren. Au&#223;erdem minimieren wir durch eine senkrechte Montage die m&#246;gliche Schneebedeckung der Kollektoren. Das wir mit unseren &#220;berlegungen nicht ganz falsch lagen, zeigte uns das Beispiel der Solarthermieanlage der <a href="http://nordsesil.wikispaces.com/Solar+heating+at+Knud+Rasmussen+High+School">Knut Rasmussen High School</a> in <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Sisimiut">Sisimiut</a> auf Gr&#246;nland. Allerdings liegt Sisimiut auch etwa 1500 km s&#252;dlicher als Ny-Alesund, sodass nicht alle Ergebnisse von dort direkt &#252;bertragbar sind.</p>
<p>Wir machten auch eine grobe Wirtschaftlichkeitsberechnung. Da wir &#8211; wie oben erw&#228;hnt &#8211; uns relativ unsicher waren, bez&#252;glich der Solarstrahlungsdaten, haben wir mit drei unterschiedlichen Werten f&#252;r die Jahressumme der solaren Einstrahlung gerechnet und die Anlage entsprechend angepasst. Wir gingen davon aus, dass wir von den gesch&#228;tzten Investitionskosten (45.000 bis 52.000 Euro) einen Teil (20.000 Euro) als F&#246;rdermittel bekommen w&#252;rden, das es sich ja um eine Pilotanlage handelt. Eine solarthermische Anlage gibt es unseren Recherchen nach auf ganz Spitzbergen n&#228;mlich noch nicht. Unter diesen Annahmen kamen wir auf eine Amortisationszeit von 19 bis 22 Jahren, was gerade noch unter der typischen Lebensdauer der Anlage von 25 Jahren liegt. Geholfen haben uns aber zum Teil auch die hohen Energiekosten in Spitzbergen: eine Kilowattstunde Strom kostet dort umgerechnet &#252;ber 30 Eurocent, ein Liter Heiz&#246;l etwa einen Euro.</p>
<p>Mit unserer Arbeit konnten wir zeigen, das der Einsatz einer Solarthermieanlage auf Spitzbergen erfolgversprechend scheint, allerdings mit deutlich l&#228;ngeren Amortisationszeiten als f&#252;r Anlagen in Deutschland. Aber auch wenn sich eine Solarthermieanlage nicht unbedingt wirtschaftlich lohnt, so lohnt sie sich f&#252;r die Umwelt doch immer. Denn die Solarthermieanlage tr&#228;gt auf jeden Fall dazu bei, den Verbrauch an anderweitigen Energietr&#228;gern, zum Beispiel Heiz&#246;l, zu reduzieren.</p>
<p>Wer sich alle Folien des Vortrags &#8220;<a href="http://www.lukas-emele.de/cms/wp-content/uploads/2010/07/2010-07-13-Solarthermievortrag-Spitzbergen-Emele-Georgii.pdf">Planung einer solarthermischen Anlage f&#252;r eine Forschungsstation auf Spitzbergen&#8221; (PDF 1,48 MB)</a> anschauen m&#246;chte, kann dies gerne tun.
<p><u>Anmerkungen:</u></p>
<ol class="footnotes">
<li id="footnote_0_879" class="footnote">vollst&#228;ndiger Titel: Kupfer, H.,  Herber, A.,  K&#246;nig-Langlo, G.: <em>Radiation measurements and synoptic observations at Ny-Ålesund, Svalbard</em></li>
</ol>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://blog.lukas-emele.de/?flattrss_redirect&amp;id=879&amp;md5=e9df80c3c68942b4c0cdc3e476922255" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.lukas-emele.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Klettern am Scharfenstein</title>
		<link>http://blog.lukas-emele.de/2010/06/26/klettern-am-scharfenstein/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 16:50:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
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Dieses Semester habe ich im Hochschulsport an der Uni Kassel einen Kletterkurs belegt. Nach einigen Abenden in der Kletterhalle, in denen wir Grundlagen wie die unterschiedlichn Klettertechniken und richtiges Sichern gelernt haben, stand zum Abschluss am letzten Sonntag das Klettern an einem Felsen in freier Natur auf dem Programm. Wir haben uns f&#252;r den ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 385px"><a href="http://www.flickr.com/photos/gruenernomade/4724001980/"><img title="Klettern am Scharfenstein" src="http://farm2.static.flickr.com/1204/4724001980_aac9b2ddfb.jpg" alt="Klettern am Scharfenstein" width="375" height="500" /></a><p class="wp-caption-text">Klettern am Scharfenstein</p></div>
<p>Dieses Semester habe ich im <a href="http://php.uni-kassel.de/hrz/db4/extern/Hochschulsport/latest/index.php">Hochschulsport an der Uni Kassel</a> einen Kletterkurs belegt. Nach einigen Abenden in der <a href="http://www.vertical-world.de">Kletterhalle</a>, in denen wir Grundlagen wie die <a href="http://de.wikibooks.org/wiki/Klettern/_Klettertechnik">unterschiedlichn Klettertechniken</a> und <a href="http://de.wikibooks.org/wiki/Klettern/_Sicherungstechnik">richtiges Sichern</a> gelernt haben, stand zum Abschluss am letzten Sonntag das Klettern an einem Felsen in freier Natur auf dem Programm. Wir haben uns f&#252;r den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Scharfenstein_(Hessen)">Scharfenstein</a> entschieden, ein Basaltkegel eines ehemaligen Vulkans, <a href="http://www.openstreetmap.org/index.html?mlat=51.1921&amp;mlon=9.3928&amp;zoom=10">ca. 20 km s&#252;dlich von Kassel</a>. Das Wetter am Sonntag Morgen sah dann aber leider alles andere als toll aus, es hingen dunkle Wolken am Himmel und fr&#252;h morgens hatte es sogar geregnet. Aber wir haben es riskiert und sind trotz dem unsicheren Wetter zu den Felsen gefahren. Zum Gl&#252;ck, denn das Wetter hielt tats&#228;chlich den ganzen Tag durch, gegen Nachmittag kam zeitweise sogar die Sonne raus.</p>
<p>Am Scharfenstein angekommen h&#228;ngte unser <a href="http://www.klettern-mit-heinz.de">Kletterlehrer Heinz</a> nacheinander insgesamt sieben Seile f&#252;r Kletterrouten in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden ein und damit ging die Kletterei f&#252;r uns los. Da niemand anderes aus unserer Gruppe beginnen wollte, war ich der erste, der sich an den Fels wagte. Zu Beginn war ich etwas unsicher, aber dennoch habe ich gleich die erste Route bis oben hin geschafft. Wenn man &#8211; wie ich &#8211; bisher nur in der Halle geklettert ist, so ist das Klettern am Fels allerdings einiges anders: In der Halle sind die Griffe und Tritte sch&#246;n bunt, der Fels hingegen ist einfach grau in grau. Das macht es schwieriger, einen guten Griff zu sehen. Mir ging es oft so, dass ich keinen Griff gesehen habe, aber durch Abtasten des Fels einen guten Griff gefunden habe. Bei manchen Routen sieht man bereits nach wenigen Metern seinen Sicherungspartner bzw. seine Sicherungspartnerin am Boden nicht mehr. Da ist nochmal einiges mehr an Vertrauen n&#246;tig, wenn man die Person, der man im Falle des Falles (also bei einem Sturz) sein Leben in die (Sicherungs-)H&#228;nde legt, gar nicht mehr sieht. Und man pl&#246;tzlich den Sinn von klaren, kurzen Kommandos, da es bereits &#252;ber wenige Meter schwierig wird, sich richtig zu verst&#228;ndigen. Aber nach kurzer Zeit &#8211; sprich nach dem Klettern von ein paar Routen &#8211; hat man sich an die ver&#228;nderten Umst&#228;nde gew&#246;hnt und man f&#252;hlt sich &#228;hnlich sicher wie in der Kletterhalle.</p>
<p><span id="more-847"></span></p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 385px"><a href="http://www.flickr.com/photos/gruenernomade/4723347807/"><img title="Seile f&#252;r mehrere Routen sind eingeh&#228;ngt" src="http://farm2.static.flickr.com/1181/4723347807_928cc12da7.jpg" alt="Seile f&#252;r mehrere Routen sind eingeh&#228;ngt" width="375" height="500" /></a><p class="wp-caption-text">Seile f&#252;r mehrere Routen sind eingeh&#228;ngt</p></div>
<p>Eines der Highlights des Tages war das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Abseilen">Abseilen</a>: Wenn wir oben am Gipfel bzw. am Ende der Kletterroute angekommen waren, wurden wir normalerweise vom Sicherungspartner abgelassen. Aber beim Abseilen muss man sich oben am Gipfel erst selbst irgendwo sichern, dann das Seil zum Sicherungspartner losbinden und anschlie&#223;end sich zum Beispiel mit dem Abseilachter abseilen. Das Seil losbinden, mit dem man den ganzen Weg nach oben gesichert war, das hat bei mir schon ein sehr komisches Gef&#252;hl im Bauch verursacht &#8211; obwohl Heinz neben mir stand und darauf geachtet hat, dass ich alles richtig mache. Auf jeden Fall hat das mit dem Umbauen alles geklappt, sodass ich mich sicher selbst abseilen konnte. Auch wenn mir etwas mulmig war, so hat das Abseilen dann doch ziemlich Spa&#223; gemacht.</p>
<p>Heinz hatte uns dann auch angeboten, wir k&#246;nnten doch auch mal im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vorstieg">Vorstieg</a> klettern. Da aber der unterste Zwischensicherung in allen Routen ein paar Meter &#252;ber dem Boden hingen und man beim Vorsteigen die Strecke bis zur ersten Zwischensicherung ungesichert ungesichert klettern muss, habe ich mich das nicht getraut &#8211; aber auch niemand anders aus der Gruppe.</p>
<p>So kletterten wir den Rest des Tages weiter im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Toprope">Toperope</a>. Als wir abends unsere Sachen zusammengepackt haben, hatten wir wohl alle ziemlich lange Arme und schwere Beine. Aber es war ein toller Tag und ich m&#246;chte auf jeden Fall &#8211; und m&#246;glichst bald &#8211; mal wieder drau&#223;en in der Natur an und auf Felsen klettern. Und den Vorstieg am Felsen werd ich mich hoffentlich auch noch irgendwann trauen.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.flickr.com/photos/gruenernomade/4723349975/"><img title="Umlenkungen am Gipfel" src="http://farm2.static.flickr.com/1226/4723349975_61fea1f6fc.jpg" alt="Umlenkungen am Gipfel" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Umlenkungen am Gipfel</p></div>
<p>Hier noch ein paar Links zum Klettern am Scharfenstein:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.kletterninkassel.de/kletterninkassel/Scharfenstein.html">Beschreibung bei <em>Klettern in Kassel</em></a></li>
<li><a href="http://www.bergleben.de/klettern/213-klettern-am-scharfenstein-idylle-pur-in-nordhessen.html">Artikel bei <em>Bergleben</em></a></li>
<li><a href="http://www.werbebunker.de/referenzen/kassel-panoramen/Rundblick-vom-Scharfenstein-bei-Gudensberg.swf">Panoramablick vom Scharfenstein</a></li>
</ul>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://blog.lukas-emele.de/?flattrss_redirect&amp;id=847&amp;md5=c96a23d4ea476270acee78961ddf768c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.lukas-emele.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Januar 2010 in Bildern</title>
		<link>http://blog.lukas-emele.de/2010/03/09/januar-2010-in-bildern/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 19:49:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[... in Bildern]]></category>
		<category><![CDATA[Grünzeug]]></category>
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		<category><![CDATA[Hochschulwahlen]]></category>
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		<category><![CDATA[Plakat]]></category>
		<category><![CDATA[Schnee]]></category>
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		<description><![CDATA[
Der gleiche Blick aus dem Fenster wie im November. Diesmal aber mehr wei&#223; und weniger gr&#252;n.




Plakat der Gr&#252;nen Hochschulgruppe Kassel zu den Hochschulwahlen 2010.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.flickr.com/photos/gruenernomade/4420728676/"><img title="Schnee @ Kassel" src="http://farm3.static.flickr.com/2780/4420728676_db57fd0919.jpg" alt="Schnee @ Kassel" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Schnee @ Kassel</p></div>
<p style="text-align: center;">Der gleiche Blick aus dem Fenster wie im <a href="http://blog.lukas-emele.de/2010/02/02/november-2009-in-bildern/">November</a>. Diesmal aber mehr wei&#223; und weniger gr&#252;n.</p>
<p><span id="more-761"></span></p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.flickr.com/photos/gruenernomade/4420737704/"><img title="Hochschulwahlen" src="http://farm3.static.flickr.com/2737/4420737704_3810c4cdbc.jpg" alt="Hochschuhlwahlen" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Hochschuhlwahlen</p></div>
<p style="text-align: center;">Plakat der <a href="http://www.gruene-uni-kassel.de">Gr&#252;nen Hochschulgruppe Kassel</a> zu den Hochschulwahlen 2010.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Besichtigung des Kernkraftwerk Biblis</title>
		<link>http://blog.lukas-emele.de/2009/10/27/besichtigung-des-kernkraftwerk-biblis/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 18:12:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konventionelle Energien]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[AKW]]></category>
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		<category><![CDATA[Atomgesetz]]></category>
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		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Stromlücke]]></category>
		<category><![CDATA[Uni Kassel]]></category>

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		<description><![CDATA[

Vor zwei Wochen nahm ich im Rahmen meines Studiums an einer zweit&#228;gigen Exkursion teil. Neben einigen Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien, ((Ja, ich wei&#223;, physikalisch kann Energie nicht erzeugt werden, nur umgewandelt werden. Aber mit Energieerzeugung wird in der Energiewirtschaft die Nutzbarmachung von Energie gemeint.)) stand auch das Kernkraftwerk Biblis auf dem Besichtigungsprogramm.



Los ging ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.flickr.com/photos/bigod/950118006/"><img title="Nuclear Power Plant von Bigod bei flickr unter cc-Lizenz" src="http://farm2.static.flickr.com/1414/950118006_e65ca1b805.jpg" alt="Nuclear Power Plant von Bigod bei flickr unter cc-Lizenz" width="500" height="333" /></a><p class="wp-caption-text">Nuclear Power Plant von Bigod bei flickr unter cc-Lizenz</p></div>
<p>Vor zwei Wochen nahm ich im Rahmen meines Studiums an einer zweit&#228;gigen Exkursion teil. Neben einigen Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien,<sup><a href="http://blog.lukas-emele.de/2009/10/27/besichtigung-des-kernkraftwerk-biblis/#footnote_0_702" id="identifier_0_702" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ja, ich wei&szlig;, physikalisch kann Energie nicht erzeugt werden, nur umgewandelt werden. Aber mit Energieerzeugung wird in der Energiewirtschaft die Nutzbarmachung von Energie gemeint.">1</a></sup> stand auch das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Biblis">Kernkraftwerk Biblis</a> auf dem Besichtigungsprogramm.</p>
<p><span id="more-702"></span></p>
<p>Los ging es mit einem einst&#252;ndigen Vortrag eines <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/RWE">RWE</a>-Mitarbeiters, der uns versuchte, zu erl&#228;utern wie ach-so-toll-und-wichtig die Kernkraft in Deutschland doch sei. Und nat&#252;rlich kam auch das Stichwort Stroml&#252;cke &#8211; <a href="http://www.wir-klimaretter.de/content/view/4036/70/">diese M&#228;r wurde bereits durch Studien widerlegt</a>. Auch wiederholte der RWE-Mensch das Mantra, die deutschen AKWs seien die sichersten der Welt &#8211; <a href="http://blog.lukas-emele.de/2009/07/09/sicher-aeh-unsicher-aeh-sicher-aeh-unsicher/">das auch dies falsch ist, hat die schwarz-rote Bundesregierung zugegeben</a>.</p>
<p>Zum Abschluss des Vortrags wurde noch das Thema Reststrommengen angeschnitten. Biblis A hat noch eine Reststrommenge von <a href="http://www.bmu.de/dossier_atomenergie/content/43480.php">1,89 TWh bzw. 148 Tagen</a><sup><a href="http://blog.lukas-emele.de/2009/10/27/besichtigung-des-kernkraftwerk-biblis/#footnote_1_702" id="identifier_1_702" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Stand 27.10.2009">2</a></sup> also noch etwa f&#252;nf Monate. Das hei&#223;t, w&#252;rde Biblis A heute wieder ans Netz gehen, w&#252;rde die Grenze nach Atomgesetz im M&#228;rz 2010 erreicht werden &#8211; und damit automatisch die Betriebsgenehmigung f&#252;r diesen Kraftwerksblock erl&#246;schen.</p>
<p>Derzeit sind in Biblis beide Reaktorbl&#246;cke abgeschaltet. Eigentlich h&#228;tte Block A Ende September aus der Revision kommen sollen. Ende September ist nun schon eine Weile vorbei, Biblis A ist immer noch vom Netz. Offiziell wegen weiterer Reparaturarbeiten. Meine Prognose ist, dass der Block A immer weiter repariert werden und erst dann wieder ans Netz gehen wird, wenn die neue schwarz-gelbe Regierung das Atomgesetz ge&#228;ndert haben wird.</p>
<p>Nach dem Vortrag bekamen wir alle einen wei&#223;en Helm aufgesetzt. Aus Sicherheitsgr&#252;nden. Im Gegenzug mussten wir alle unsere Handys und Digitalkameras abgeben. Aus Sicherheitsgr&#252;nden. Dann mussten wir unsere Personalausweise abgeben und bekamen Besucherausweise. Aus Sicherheitsgr&#252;nden. Der Reisepass einer iranischen Kommilitonin wurde besonders lange und ausf&#252;hrlich begutachtet. Aus Sicherheitsgr&#252;nden. Dann ging es durch einen Metalldetektor und wir wurden von Werkschutzleuten abgetastet. Aus Sicherheitsgr&#252;nden. &#220;ber das Gel&#228;nde f&#252;hrte uns ein ehemaliger Schichtleiter des Kraftwerks, der jetzt aber im Ruhestand ist. Au&#223;erdem wurden wir von einem Mann vom Werkschutz begleitet. Aus Sicherheitsgr&#252;nden. Dieser Werksch&#252;tzer hatte die ganze Zeit eine Pistole dabei. Aus Sicherheitsgr&#252;nden. Er sorgte daf&#252;r, dass die Besichtigungsgruppe immer dicht beieinander blieb. Aus Sicherheitsgr&#252;nden.</p>
<p>Die Besichtigung war sehr interessant. Ich hab zwar schon einige Kraftwerke gesehen. Aber das waren bisher recht kleine Kraftwerke von maximal ein paar dutzend Megawatt, nicht wie die zwei mal 1200 MW von Biblis. Insofern war zwar vieles bekannt, aber nat&#252;rlich alles viel viel gr&#246;&#223;er.</p>
<p>Den interessantesten Teil des Kraftwerks durften wir allerdings nicht sehen: das Innere des Reaktorgeb&#228;udes. Aus Sicherheitsgr&#252;nden. Angeblich h&#228;tten wir uns daf&#252;r viel fr&#252;her anmelden m&#252;ssen, damit wir h&#228;tten sicherheit&#252;berpr&#252;ft werden k&#246;nnen. Aus Sicherheitsgr&#252;nden.</p>
<p>Insgesamt war das schon mal gut, so ein Kernkraftwerk mal aus der N&#228;he gesehen zu haben. Aber ich war doch irgendwie froh, dass es zum Zeitpunkt der Besichtigung nicht in Betrieb war.<br />
Blick aus der Vogelperspektive auf das Kernkraftwerk Biblis (mittels Google Earth).
<p><u>Anmerkungen:</u></p>
<ol class="footnotes">
<li id="footnote_0_702" class="footnote">Ja, ich wei&#223;, physikalisch kann Energie nicht erzeugt werden, nur umgewandelt werden. Aber mit <em>Energieerzeugung</em> wird in der Energiewirtschaft die Nutzbarmachung von Energie gemeint.</li>
<li id="footnote_1_702" class="footnote">Stand 27.10.2009</li>
</ol>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://blog.lukas-emele.de/?flattrss_redirect&amp;id=702&amp;md5=d6d0b55441261e4a874badc4938b3f5f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.lukas-emele.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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