<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Grüner Nomade &#187; Nürnberg</title>
	<atom:link href="http://blog.lukas-emele.de/tag/nuernberg/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.lukas-emele.de</link>
	<description>Yet another green weblog</description>
	<lastBuildDate>Sat, 28 Aug 2010 13:32:38 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Bedrohungen f&#252;r den Wald</title>
		<link>http://blog.lukas-emele.de/2009/08/17/bedrohungen-fuer-den-wald/</link>
		<comments>http://blog.lukas-emele.de/2009/08/17/bedrohungen-fuer-den-wald/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2009 10:26:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erneuerbare Energien]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[FSC]]></category>
		<category><![CDATA[Holzhackschnitzel]]></category>
		<category><![CDATA[Holzpellets]]></category>
		<category><![CDATA[Home]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Ganserer]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Glöckle]]></category>
		<category><![CDATA[Nürnberg]]></category>
		<category><![CDATA[Pro Regenwald]]></category>
		<category><![CDATA[Saurer Regen]]></category>
		<category><![CDATA[Seminar]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
		<category><![CDATA[Waldsterben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.lukas-emele.de/?p=643</guid>
		<description><![CDATA[Bericht &#252;ber das Seminar des Fachforums &#214;kologie der  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bericht &#252;ber das Seminar des Fachforums &#214;kologie der Gr&#252;nen Jugend</strong></p>
<p>N&#252;rnberg, 24. bis 26. Juli 2009</p>
<p><strong>Freitag</strong></p>
<p>Nach einem leckeren Abendessen begann das Seminar mit einer Vorstellungsrunde der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Mit dabei war bereits <a href="http://www.markus-ganserer.de">Markus Ganserer</a><sup><a href="http://blog.lukas-emele.de/2009/08/17/bedrohungen-fuer-den-wald/#footnote_0_643" id="identifier_0_643" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Markus studierte Wald- und Forstwirtschaft und arbeitet zur Zeit bei Christian Magerl, gr&uuml;ner Abgeordneter im Bayerischen Landtag und Vorsitzender des Umweltausschusses">1</a></sup>, unser erster Referent.</p>
<p>Markus hielt einen Vortrag zum Thema &#8220;Waldsterben&#8221;. Zun&#228;chst einmal erkl&#228;rte er uns einige Grundlagen. Zum Beispiel, wie ein nat&#252;rlicher Wald in Mitteleuropa aussehen w&#252;rde: es w&#228;re ein von Buchen dominierter Mischwald. In Bayern und insgesamt in Deutschland sind aber heutzutage Fichten und Kiefern die h&#228;ufigsten Baumarten, die zusammen etwa 2/3 aller B&#228;ume ausmachten. Nur noch etwa jeder achte Baum ist eine Buche. Fichten, die h&#228;ufigste Baumart in Deutschland, haben ihr eigentliches nat&#252;rliches Verbreitungsgebiet in k&#228;lteren Regionen wie Nordeuropa und die Alpen. Fichten und Kiefern wurden in Mitteleuropa angesiedelt, da sie deutlich schneller wachsen als die heimischen Baumarten.</p>
<p>Nachdem wir nun also wussten, wie ein nat&#252;rlicher Wald bei uns aussehen w&#252;rde, leitete Markus   zum Hauptteil seines Vortrags &#252;ber. &#8220;Saurer Regen – Der Wald stirbt&#8221; titelte der SPIEGEL im November 1981. Bis Anfang der 1980er Jahre emittierte die Industrie, allen voran die Kohlekraftwerke, j&#228;hrlich Millionen von Tonnen Schwefeldioxid, das in der Atmosph&#228;re zu Schwefels&#228;ure umgewandelt wiurde (ist zwar heute auch noch so, aber du hast den Rest auch in der Vergangenheit). Die Schwefels&#228;ure ging als Saurer Regen nieder und sch&#228;digte die B&#228;ume. Durch rasche gesetzliche Ma&#223;nahmen, wie z. B. der Einf&#252;hrung der Rauchgasentschwefelung bei Kohlekraftwerken, wurden die Schwefeldioxidemissionen innerhalb weniger Jahre sehr stark gesenkt. In der Folge ging der Anteil der gesch&#228;digten B&#228;ume zur&#252;ck.</p>
<p><span id="more-643"></span></p>
<p>Aber auch noch heute sind viele B&#228;ume gesch&#228;digt. Denn neben dem Sauren Regen gibt es weitere Einfl&#252;sse die den Wald sch&#228;digen: durch die D&#252;ngemittel in der Landwirtschaft gelangt auch Stickstoff in die W&#228;lder. Abgase von Kraftfahrzeugen f&#252;hren zur Bildung von bodennahem Ozon. Die Klimaerw&#228;rmung beg&#252;nstigt die Vermehrung der Borkenk&#228;fer. All diese Einfl&#252;sse schaden den W&#228;ldern, auch wenn unterschiedliche Baumarten jeweils unterschiedlich stark betroffen sind. Eine Anpassungsma&#223;nahme, die all diesen Bedrohungen entgegen wirken k&#246;nnte, w&#228;re  von den vorherrschenden Monokulturen (insbesondere Fichtenmonokulturen) wegzukommen und die W&#228;lder wieder in nat&#252;rlichere Buchen-Mischw&#228;lder umzubauen.</p>
<p><strong>Samstag</strong></p>
<p>Am Samstag morgen ging es raus in den Wald. Dort zeigte uns Markus direkt an einzelnen B&#228;umen die Sch&#228;digungen, von denen wir am Vorabend geh&#246;rt hatten. Au&#223;erdem machten wir einige umweltp&#228;dagogische Spiele.</p>
<p>Im ersten Spiel repr&#228;sentierte jede*r Teilnehmer*in ein Tier oder  eine Pflanze. Durch Schn&#252;re zwischen den einzelnen Personen wurde repr&#228;sentiert, wer wen frisst. Dabei bildete sich keine Nahrungskette, sondern vielmehr ein weit verzweigtes Nahrungsnetz. Und dieses reagierte sehr empfindlich darauf, wenn eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer aus dem Netz genommen wurde, also ein Tier oder eine Pflanze aus dem &#214;kosystem verschwand.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.flickr.com/photos/gruenernomade/3829857442/"><img title="Im Wald" src="http://farm3.static.flickr.com/2577/3829857442_506261208a.jpg" alt="Im Wald" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Im Wald</p></div>
<p>Im zweiten Spiel gingen wir barfu&#223; durch den Wald und betrachteten gleichzeitig mittels Spiegel die Baumkronen. Dabei waren deutliche Unterschiede in der Bodenbeschaffenheit zu sp&#252;ren, je nachdem wie dicht die Baumkronen beieinander waren.</p>
<p>Im dritten Spiel wurden die Teilnehmer*innen in Zweierp&#228;rchen eingeteilt. Jeweils eine*r bekam die Augen verbunden und wurde vom/von der Partner*in zu einem beliebigen Baum gef&#252;hrt. Dieser Baum sollte abgetastet werden, um sich so ein Bild von ihm zu machen – ohne ihn zu sehen. Anschlie&#223;end wurden die &#8220;Blinden&#8221; zur&#252;ck zum Ausgangspunkt gef&#252;hrt und sollten erraten, welchen Baum sie abgetastet hatten. Den meisten gelang es, den richtigen Baum wiederzufinden.</p>
<p>Zum Abschluss ma&#223; Markus mit einem Ma&#223;band eine Fl&#228;che von 28 Metern mal 28 Metern ab und wir verteilten uns am Rand dieser Fl&#228;che. Diese riesige Fl&#228;che entspricht der Fl&#228;che, die jede Minute versiegelt wird. Auf einen ganzen Tag hochgerechnet betr&#228;gt der Fl&#228;chenverlust &#252;ber 100 Hektar!</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.flickr.com/photos/gruenernomade/3829059513/"><img title="Waldbewohner*in" src="http://farm4.static.flickr.com/3486/3829059513_b4394036de.jpg" alt="Waldbewohner*in" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Waldbewohner*in</p></div>
<p>Da wir etwas fr&#252;her als geplant von der Exkursion zur&#252;ck waren, hielt ich spontan noch einen kleinen Vortrag &#252;ber die Nutzung von Holz zur Energieerzeugung. Dabei berichtete ich, dass es neben der klassischen Nutzung von Holz als Scheitholz (zum Beispiel in Kachel- oder Kamin&#246;fen) zu W&#228;rmeerzeugung auch weitere Nutzungsm&#246;glichkeiten gibt: So gibt es Heizungen, die mit Holzhackschnitzeln oder Holzpellets<sup><a href="http://blog.lukas-emele.de/2009/08/17/bedrohungen-fuer-den-wald/#footnote_1_643" id="identifier_1_643" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Holzpellets bestehen aus S&auml;gemehl, das in feste St&uuml;cke von etwa 5 mm Durchmesser und 2 cm l&auml;nge gepresst wird.">2</a></sup> arbeiten. Dadurch wird ein automatischer Betrieb m&#246;glich: Die Hackschnitzel oder Pellets k&#246;nnen &#252;ber F&#246;rderanlagen in den Ofen gebracht werden. Dadurch muss das Holz nicht von Hand eingebracht werden. Auch k&#246;nnen mit Holz Blockheizkraftwerke befeuert werden. Dadurch kann neben W&#228;rme auch Strom mit Holz erzeugt werden.</p>
<p>Abends schauten wir den Dokumentarfilm &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Home_(Dokumentarfilm)">Home</a>&#8220;. Dieser Film handelt allgemein von Umweltzerst&#246;rungen. dabei ging es auch um die Bedrohungen f&#252;r die gro&#223;en Waldgebiete dieser Erde (tropische, aber auch boreale W&#228;lder). Die Umweltzerst&#246;rungen werden dabei in eindrucksvollen Bildern mit dem Lebenstil der Menschen verkn&#252;pft. Nach dem Ende des Films entbrannte ein kleine Diskussion dar&#252;ber, ob dieser Film dazu geeignet sei, f&#252;r mehr Umweltschutz einzutreten, oder ob er zu manipulativ sei.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.flickr.com/photos/gruenernomade/3829060079/"><img title="Home" src="http://farm3.static.flickr.com/2563/3829060079_2b4f3b91fc.jpg" alt="Home" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Home</p></div>
<p><strong>Sonntag</strong></p>
<p>Am Sonntag wollten wir den Blick etwas internationaler ausrichten. Dazu hatten wir  Martin Gl&#246;ckle von der Umweltschutzorganisation &#8220;<a href="http://www.pro-regenwald.de/">Pro Regenwald</a>&#8221; eingeladen. Er hielt uns einen Vortrag mit dem Titel „Illegaler Holzhandel – Auswirkungen und Gegenma&#223;nahmen&#8221;.</p>
<p>Zun&#228;chst einmal erz&#228;hte er uns, dass es schwierig sei, &#252;berhaupt zu definieren, was illegaler Holzhandel sei und dass es dar&#252;ber unterschiedliche Auffassungen g&#228;be. Dann berichtete uns &#252;ber die Auswirkungen von illegalem Holzeinschlag und -handel: Neben dem Verlust der Artenvielfalt, werden die nat&#252;rlichen Wasserfl&#252;sse gest&#246;rt. Au&#223;erdem tr&#228;gt der illegale Holzhandel zur Destabilisierung politischer Systeme und zur Finanzierung bewaffneter Konflikte bei. Da die Abholzung von Tropenw&#228;ldern zum Klimawandel beitr&#228;gt hat der illegale Holzeienschlag sogar internationale Auswirkungen!</p>
<p>Die Ausma&#223;e des illegalen Holzhandels belegte Martin anhand einiger Zahlen: Der Anteil des illegal geschlagenen Holzes liegt in Kambodscha bei 90 %, in Peru 80 % und in Indonesien 70 %. Etwa 15 % des nach Deutschland importierten Holzes ist illegal!</p>
<p>Um den internationalen Holzhandel zu bek&#228;mpfen, gibt es einige internationale Abkommen, wie das &#8220;Forest Law Enforcement and Governance (FLEG)&#8221; oder die &#8220;Voluntary Partnership Agreements (VPA)&#8221;, die aber nur eine begrenzte Wirksamkeit haben. In Deutschland war 2005 ein Urwaldschutzgesetz geplant, das aber letztendlich leider gescheitert ist.</p>
<p>Au&#223;erdem gibt es einige Zertifikate, allen voran das FSC-Siegel (Forest Stewardship Council). Dieses sei laut Martin zwar besser als gar kein Siegel, verf&#252;ge aber &#252;ber relativ weiche Kriterien und werde nicht unabh&#228;ngig &#252;berpr&#252;ft. Insbesondere zum FSC-Siegel gab es nach dem Vortrag einige Nachfragen und Diskussionspunkte.</p>
<p>Dem Vortrag folgte eine kleine Abschluss- und Auswertungsrunde, bevor sich die Teilnehmer*innen  auf den Weg nach Hause machten.
<p><u>Anmerkungen:</u></p>
<ol class="footnotes">
<li id="footnote_0_643" class="footnote">Markus studierte Wald- und Forstwirtschaft und arbeitet zur Zeit bei Christian Magerl, gr&#252;ner Abgeordneter im Bayerischen Landtag und Vorsitzender des Umweltausschusses</li>
<li id="footnote_1_643" class="footnote">Holzpellets bestehen aus S&#228;gemehl, das in feste St&#252;cke von etwa 5 mm Durchmesser und 2 cm l&#228;nge gepresst wird.</li>
</ol>
<div class='wp_likes' id='wp_likes_post-643'><a class='like' href="javascript:wp_likes.like(643);" title='' ><img src="http://blog.lukas-emele.de/wp-content/plugins/wp-likes/images/like.png" alt='' border='0'/>Gef&#228;llt mir.</a><span class='text'></span>
<div class='unlike'><a href="javascript:wp_likes.unlike(643);">Gef&#228;llt mir nicht mehr.</a></div>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.lukas-emele.de/2009/08/17/bedrohungen-fuer-den-wald/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
