<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Grüner Nomade &#187; Matthias Berninger</title>
	<atom:link href="http://blog.lukas-emele.de/tag/matthias-berninger/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.lukas-emele.de</link>
	<description>Yet another green weblog</description>
	<lastBuildDate>Tue, 22 Nov 2011 11:23:55 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3</generator>
		<item>
		<title>Interview mit Nicole Maisch</title>
		<link>http://blog.lukas-emele.de/2009/05/11/interview-mit-nicole-maisch/</link>
		<comments>http://blog.lukas-emele.de/2009/05/11/interview-mit-nicole-maisch/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 11 May 2009 19:06:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Erneuerbare Energien]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[BDK]]></category>
		<category><![CDATA[bdk09berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[GRÜNE]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Berninger]]></category>
		<category><![CDATA[Nicole Maisch]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.lukas-emele.de/?p=562</guid>
		<description><![CDATA[Am Vormittag des BDK-Sonntags hatten wir die Gelegenheit, Nicole Maisch zu ihren Erfahrungen als junge gr&#252;ne Abgeordnete im deutschen Bundestag zu interviewen.

Da wir leider keine tausende von Euros teure Ausr&#252;stung hatten, sondern ledigleich eine Digicam ohne externes Mikrofon, st&#246;rten vorbeifahrende Z&#252;ge manchmal die Verst&#228;ndlichkeit. Daher habe ich mir die M&#252;he gemacht, das Interview auch ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Vormittag des BDK-Sonntags hatten wir die Gelegenheit, <a href="http://www.nicolemaisch.de">Nicole Maisch</a> zu ihren Erfahrungen als junge gr&#252;ne Abgeordnete im deutschen Bundestag zu interviewen.</p>
<p>Da wir leider keine tausende von Euros teure Ausr&#252;stung hatten, sondern ledigleich eine Digicam ohne externes Mikrofon, st&#246;rten vorbeifahrende Z&#252;ge manchmal die Verst&#228;ndlichkeit. Daher habe ich mir die M&#252;he gemacht, das Interview auch noch niederzuschreiben.</p>
<p style="text-align: center;"><object width="500" height="405"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Uv-9i7JbChs&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x234900&#038;color2=0x4e9e00&#038;border=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Uv-9i7JbChs&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x234900&#038;color2=0x4e9e00&#038;border=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="500" height="405"></embed></object></p>
<p><span id="more-562"></span></p>
<p><strong>Gr&#252;ner Nomade:</strong> Bei uns ist Nicole Maisch, gr&#252;ne Abgeordnete, eine der j&#252;ngsten Abgeordneten im deutschen Bundestag. Guten Morgen.</p>
<p><strong>Nicole Maisch:</strong> Hallo.</p>
<p><strong>GN:</strong> Du bist im Februar 2006 f&#252;r Matthias Berninger als Abgeordnete nachger&#252;ckt. Wie hast du damals davon erfahren? Das war ja wahrscheinlich ganz sch&#246;n kurzfristig.</p>
<p><strong>NM:</strong> Also Matthias hatte es mir ein paar Wochen vorher schon angedeutet, so &#8220;Nicole, bereite dich auf eine Ver&#228;nderung in deinem Leben vor&#8221;, und, ja, dass es dann so schnell gehen w&#252;rde, also schon im Februar, das h&#228;tte ich nicht gedacht und musste mich erstmal setzen und durchschnaufen. Ich war ein bisschen von Matthias vorbereitet worden, aber ich war nicht vorbereitet auf das, was da kommen w&#252;rde.</p>
<p><strong>GN:</strong> Das hei&#223;t, du hast hast Hals &#252;ber Kopf das Studium erstmal stehen lassen?</p>
<p><strong>NM:</strong> Studium war ich fertig, also das war gut. Ich hab f&#252;r eine andere Politikerin gearbeitet, f&#252;r Sigrid Erfurth, die kommt aus Nordhessen, ist dort Landtagsabgeordnete, hab an der Uni ein bisschen gearbeitet. Ja, dann habe ich meine Jobs kurzfristig abgewickelt, ich wollte Sigrid, meine Lieblingschefin, auch nicht einfach so sitzen lassen. Und dann habe ich mir eine WG in Berlin gesucht, und angefangen mit Leuten zu telefonieren welches Arbeitsgebiet ich denn jetzt &#252;bernehmen k&#246;nnte. Und dann bin ich direkt in die Arbeit eingestiegen.</p>
<p><strong>GN:</strong> Von Matthias Berninger hast du das Thema Verbraucherschutz bekommen. War das dein Wunschthema oder h&#228;ttest du lieber etwas anderes gemacht?</p>
<p><strong>NM:</strong> Also, das war ein bisschen komplizierter: Matthias hat ja damals nicht Verbraucherpolitik sondern Wirtschaftspolitik gemacht, fr&#252;her war er Staatssekret&#228;r im Verbraucherbereich, aber nachher wirtschaftspolitischer Sprecher. Das habe ich nicht gemacht, sondern ich habe angefangen im Tourismus-Ausschuss, das ist einer der kleinsten Aussch&#252;sse. Und dann hat sich in der Fraktion aber noch ein bisschen was ver&#228;ndert, durch die Regierungsbeteiligung sind Leute raus, neue rein. Und dann ist es mir gelungen in den Agrar- und Verbraucherausschuss reinzukommen und da hab ich das Thema Verbraucherpolitik bekommen. Also ich habe angefangen mit Tourismuspolitik. Und Verbraucher war mein Wunschthema, ich wollte unbedingt was im &#214;ko-Bereich machen und das hat ja viel damit zu tun: Klimafreundlicher Konsum. Deshalb war ich dann ziemlich froh. Und ich mache das Thema Wasser. Ich bin im Umweltausschuss auch, das hei&#223;t ich bin sehr zufrieden mit dem was ich bekommen habe.</p>
<p><strong>GN:</strong> Bei Parteijugendorganisationen ist es ja oftmals so, dass sie sich verb&#252;nden, zum Beispiel Gr&#252;ne Jugend und Jusos um gemeinsam gegen die Mutterparteien etwas auszurichten. Gibt es Vergleichbares im Bundestag, dass sich junge Abgeordnete aus unterschiedlichen Fraktionen zusammenschlie&#223;en, um eben gegen die Fraktionsspitzen etwas durchzuboxen?</p>
<p><strong>NM:</strong> Es gibt schon sehr viele Zusammenschl&#252;sse von jungen Abgeordneten, man trifft sich auch gelegentlich mit zum Beispiel den Jungen von der Union oder der SPD. Aber wir sind erstmal Gr&#252;ne. Es gibt thematische Zusammenschl&#252;sse: Kollegin Anna L&#252;hrmann und Kai Gehring haben zum Beispiel was zum Thema Generationengerechtigkeit schon vor langer Zeit angefangen auch mit anderen. Das ist zum Beispiel so ein Projekt, dass sie auch gegen den Widerstand der &#196;lteren durchfighten m&#252;ssen. Aber normalerweise sind wir erstmal Gr&#252;ne und dann gucken wir uns an, was wir mit den anderen zusammen machen k&#246;nnen.</p>
<p><strong>GN:</strong> Du bist ja noch relativ jung, 28. Andere  Leute machen in dem Alter ein Praktikum im Bundestag. Wurdest du schon mal als Praktikantin gehalten?</p>
<p><strong>NM:</strong> Ja, sehr oft, sehr oft. In meiner ersten Woche im Plenum wurde ich so von den total netten Saaldienern so dann bei Seite genommen, so &#8220;Wo wollen Sie denn hin? Was machen Sie denn hier? Praktikantinnen sitzen hier ja eigentlich nicht.&#8221; Und am Wochenende passiert es mir ganz oft, dass ich an der Pforte – normalerweise erkennen sie mich, wenn ich meine normale Politikerkleidung trage –  aber in meiner normalen Alltagskleidung geht’s mir dann auch manchmal so, dass ich auch immer abgefangen werde und gefragt werde, wer ich so bin. Ja, kommt vor, aber es wird immer weniger. Ich werde ja auch immer &#228;lter.<strong><br />
</strong></p>
<p><strong>GN:</strong> Was war f&#252;r dich die bisher schwerste Abstimmung im Bundestag?</p>
<p><strong>NM:</strong> Afghanistan, hundertprozentig. Ich hab zweimal die Mandatsverl&#228;ngerung jetzt mitgemacht, ich habe auch immer mit &#8220;Ja&#8221; gestimmt. Und vor der letzten Abstimmung, genau ein Tag davor, hat unsere Zeitung in Hessen, die Frankfurter Rundschau, die Passbilder von allen toten deutschen Soldaten auf der Titelseite gehabt mit der &#220;berschrift &#8220;War es das Wert?&#8221;. Da habe ich nicht geschlafen in dieser Nacht. Ja, das war die schwierigste Abstimmung. Klar, es gibt auch sonst Themen, wo man Schwierigkeiten hat, sich zu entscheiden, was ist jetzt fachlich richtige oder falsch oder so. Aber das ist die schwierigste Entscheidung gewesen.</p>
<p><strong>GN:</strong> Was war f&#252;r dich der gr&#246;&#223;te Erfolg, wo du wirklich ganz aktiv dahinter gestanden bist?</p>
<p><strong>NM:</strong> Also, ich habe ein paar Erfolge beim mir im Wahlkreis, wo ich gemerkt habe, jetzt wo ich Bundestagsabgeordnete bin interessiert sich die Presse mehr f&#252;r das, was ich zu sagen habe. Ich habe mehr Mitarbeiter, ich kann mehr erreichen. Was war bei uns zu Hause? Wir haben mehr Fl&#228;chen f&#252;r Windkraft erk&#228;mpft. Erneuerbare Energien, das ist ist so mein Ding. Da war ich ziemlich stolz drauf. Und im Bundestag ist es eher so: man gewinnt ja nie eine Abstimmung. Aber was man schon machen kann, ist die Bundesregierung so zu qu&#228;len durch immer wieder Anfragen und Pressemitteilungen, dass sie bestimmte Themen auf die Tagesordnung setzt. Bei mir war das Telefonwerbung, Gift in Spielzeugen, Fahrgastrechte, da haben wir einfach immer weiter nachgebohrt. Manchmal erfolgreich, manchmal weniger. Also man merkt schon, aus der Opposition heraus wirklich was zu gestalten ist verdammt schwer. Da kann man eigentlich nur nerven und Kampagne machen und bestimmte Themen setzen. Aber wirklich Regierungshandeln ist was anderes. Klar, deshalb wollen wir auch regieren.</p>
<p><strong>GN:</strong> Eine Frage zum Schluss: Wenn ein junger Mensch auf dich zukommt, weil er gerne in die Politik m&#246;chte, egal zu welcher Partei jetzt, was w&#252;rdest du ihm auf den Weg mitgeben.</p>
<p><strong>NM:</strong> Wenn man Politik nur macht, um seinen Hintern ins Parlament zu bringen oder sein Gesicht in irgendeine Zeitung, dann wird man ungl&#252;cklich und ein schlechter Politiker. Man muss mit dem Bauch dabei sein und das gern machen. Und man muss ein Ziel haben. Ein politisches Ziel und das darf nicht sein &#8220;Ich will Karriere machen&#8221;. Karriere ist sch&#246;n, aber wenn man nicht mit dem Herzen dabei ist und nicht f&#252;r bestimmte Inhalte steht, bei mir ist es Umweltschutz, dann wird man das schlecht machen und auch nicht gl&#252;cklich damit.</p>
<p><strong>GN:</strong> Gut, vielen Dank.</p>
<p><strong>NM:</strong> Gern geschehen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://blog.lukas-emele.de/?flattrss_redirect&amp;id=562&amp;md5=0698a28e979da770665f5508fbb52af1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.lukas-emele.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.lukas-emele.de/2009/05/11/interview-mit-nicole-maisch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

