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	<title>Grüner Nomade &#187; Mann</title>
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		<title>Sexistische M&#228;nnlichkeitsrituale im Zug</title>
		<link>http://blog.lukas-emele.de/2009/03/23/sexistische-maennlichkeitsrituale-im-zug/</link>
		<comments>http://blog.lukas-emele.de/2009/03/23/sexistische-maennlichkeitsrituale-im-zug/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 12:03:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sex 'n' Gender]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn ich Samstags im Zug unterwegs bin, sind oft Fu&#223;ballfans mit dabei -  inbesondere in Regionalz&#252;gen.

Viele davon sind mir sympatisch. Zum Beispiel Gruppen angeregt diskutierender &#228;lterer M&#228;nner. Oder kleine, famili&#228;re Fangruppen, also Vater mit Tocher und/oder Mutter mit Sohn. ((beides sehe ich immer h&#228;ufiger)) Oder mit Schals und Trikots geschm&#252;ckte P&#228;rchen. Oder...

Negativ f&#228;llt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich Samstags im Zug unterwegs bin, sind oft Fu&#223;ballfans mit dabei &#8211;  inbesondere in Regionalz&#252;gen.</p>
<p>Viele davon sind mir sympatisch. Zum Beispiel Gruppen angeregt diskutierender &#228;lterer M&#228;nner. Oder kleine, famili&#228;re Fangruppen, also Vater mit Tocher und/oder Mutter mit Sohn.<sup><a href="http://blog.lukas-emele.de/2009/03/23/sexistische-maennlichkeitsrituale-im-zug/#footnote_0_362" id="identifier_0_362" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="beides sehe ich immer h&auml;ufiger">1</a></sup> Oder mit Schals und Trikots geschm&#252;ckte P&#228;rchen. Oder&#8230;</p>
<p>Negativ f&#228;llt mir aber immer wieder eine Gruppe auf: als m&#228;nnlich sozialisierte Fu&#223;ballfans im Alter zwischen etwa 16 und 25 Jahren<sup><a href="http://blog.lukas-emele.de/2009/03/23/sexistische-maennlichkeitsrituale-im-zug/#footnote_1_362" id="identifier_1_362" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="im  speziellen Fall auf Grund der geographischen N&auml;he vor allem Fans des VfB Stuttgart, aber ich vermute mal, dass sich das leider auf Anh&auml;nger anderer Teams verallgemeinern l&auml;sst">2</a></sup>.</p>
<p>Kaum haben diese den Zug betreten, beginnen Sie erst einmal gr&#246;hlende Ges&#228;nge mit meist sexististischem Inhalt. Angefangen bei noch eher harmlosen Textpassagen wie &#8220;schneewei&#223;en Titten&#8221;, &#252;ber schon eindeutigerem &#8220;Nimm ihn in den Mund, ich hab Geburtstag!&#8221; bis hin zu (meiner Interpretation nach)  sexuelle Gewalt verherrlichenden Texten wie &#8220;Im Schlaf hab ich dich zur Mutter gemacht&#8221; ist leider alles dabei.</p>
<p>Nach ein einigen Minuten ist der Spuk quasi vorbei. Es bleibt zwar relativ laut im Zug, die Fans lacheln, rufen, gr&#246;hlen alles m&#246;gliche, angefangen von Rufen nach &#8220;Bier her&#8221; &#252;ber Veralberungen von Leuten innerhalb der Gruppe bis hin zu Spot &#252;ber den Gegner des jeweiligen Spieltags. Der Frauen verachtende Anteil der &#196;u&#223;erungen nimmt sehr stark ab (auch wenn er leider nicht ganz verschwindet).</p>
<p>Es bleibt aber ein fahler Beigeschmack: Mir kommt es so vor, als ob das  sexistische Gegr&#246;hle nach dem Einstieg vorallem dazu dient, den Zug &#8211; mental und physisch<sup><a href="http://blog.lukas-emele.de/2009/03/23/sexistische-maennlichkeitsrituale-im-zug/#footnote_2_362" id="identifier_2_362" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="mindestens ein Mal hat eine Frau neben mir den Waggon  angewidert von dem Gegr&ouml;hle verlassen">3</a></sup> &#8211; unter ihre Macht zu bekommen und sich so gegenseitig die M&#228;nnlichkeit zu beweisen.
<p><u>Anmerkungen:</u></p>
<ol class="footnotes">
<li id="footnote_0_362" class="footnote">beides sehe ich immer h&#228;ufiger</li>
<li id="footnote_1_362" class="footnote">im  speziellen Fall auf Grund der geographischen N&#228;he vor allem Fans des VfB Stuttgart, aber ich vermute mal, dass sich das leider auf Anh&#228;nger anderer Teams verallgemeinern l&#228;sst</li>
<li id="footnote_2_362" class="footnote">mindestens ein Mal hat eine Frau neben mir den Waggon  angewidert von dem Gegr&#246;hle verlassen</li>
</ol>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>taz-Dossier zum Internationalen Frauentag</title>
		<link>http://blog.lukas-emele.de/2009/03/10/taz-dossier-zum-internationalen-frauentag/</link>
		<comments>http://blog.lukas-emele.de/2009/03/10/taz-dossier-zum-internationalen-frauentag/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2009 11:20:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sex 'n' Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Binnen-I]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Anl&#228;sslich des Internationalen Frauentages begann die Wochenendausgabe 7./8. M&#228;rz 2009 mit einem 12-seitigen Dossier unter dem Titel "der neue sexismus". Darin waren einige sehr lesenswerte Artikel, deren interessanteste Passagen ich hier wiedergeben m&#246;chte:

Der Editorial-Artikel "wozu noch st&#246;hnen" ((der Artikel ist leider nicht online verf&#252;gbar)) kommt zu folgendem Schluss &#252;ber das wesen des Sexismus:
Das ist ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anl&#228;sslich des Internationalen Frauentages begann die Wochenendausgabe 7./8. M&#228;rz 2009 mit einem 12-seitigen Dossier unter dem Titel &#8220;<a href="http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/?year=2009&amp;month=03&amp;day=07&amp;quelle=TAZ&amp;ressort=sw">der neue sexismus</a>&#8220;. Darin waren einige sehr lesenswerte Artikel, deren interessanteste Passagen ich hier wiedergeben m&#246;chte:</p>
<p>Der Editorial-Artikel &#8220;wozu noch st&#246;hnen&#8221;<sup><a href="http://blog.lukas-emele.de/2009/03/10/taz-dossier-zum-internationalen-frauentag/#footnote_0_352" id="identifier_0_352" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="der Artikel ist leider nicht online verf&uuml;gbar">1</a></sup> kommt zu folgendem Schluss &#252;ber das wesen des Sexismus:</p>
<blockquote><p><em>Das ist vielleicht auch die Botschaft im Jahr 2009: Sexismus ist oft eine Abwertung, die von M&#228;nnern gegen&#252;ber Frauen ausge&#252;bt wird. Aber Sexismus ist vorallem ein System, bei dem viele mitmachen. Frauen wie M&#228;nner. Es ist ein System, das Frauen festlegt und M&#228;nner festlegt. Und das tut beiden nicht gut.</em></p></blockquote>
<p><span id="more-352"></span></p>
<p>Mit den Chancen und vorallem den H&#252;rden f&#252;r Frauen in der Politik besch&#228;ftigt sich der Artikel &#8220;<a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/abgeordnet-untergeordnet/">Abgeordnet. Untergeordnet.</a>&#8221; und kritisiert dabei vorallem die beiden Volksparteien, in denen Frauen zwar bis in Spitzenpositionen gelangen, aber dennoch nur sehr beschr&#228;nkte  Macht haben:</p>
<blockquote><p><em>Macht besteht und entsteht, wo jemand sich was traut, weil er vermutet, dass andere vor Rache oder Strafe zur&#252;ckschrecken. Den Frauen in den Volksparteien gelingt es nicht, solche Macht zu sammeln. Sie haben keine Truppen in der Fraktion, die zu ihnen halten, wenn es eng wird.</em></p></blockquote>
<p>Aber es geht auch anders, das zeigen die Gr&#252;nen:</p>
<blockquote><p><em> Auch der Parteiapparat der Gr&#252;nen ist reizbar, doch er ist klein. Und er ist dank der feministischen Parteitradition auf eine Weise reizbar, die Frauen beg&#252;nstigt. Die Quote &#8211; die die SPD auch hat &#8211; ist nicht Grund daf&#252;r, sondern Ausdruck davon. So kommen Frauen nach vorn, die ihrerseits das Gesch&#228;ft der Intrige sehr gut verstehen und durchaus was an den F&#252;&#223;en haben: Renate K&#252;nast, B&#228;rbel H&#246;hn, Anja Hajduk.<br />
Die Gr&#252;nen zeigen noch den st&#228;rksten Kontrast zum Volksparteiensystem, in dem Frauen nur vordringen, wenn sie niemandem gef&#228;hrlich werden, daf&#252;r aber jemandem nutzen &#8211; einem Mann. Seehofer etwa. Die erfolgreicheren Gr&#252;nenfrauen w&#228;ren als Volksparteigew&#228;chse nicht denkbar. </em></p></blockquote>
<p>Das Freiheiten und gesellschaftliche Zw&#228;nge teilweise sehr dich beeinander liegen zeigt der Artikel &#8220;<a href="http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/der-freie-zwang-zur-sexyness/">Der freie Zwang zur Sexyness</a>&#8220;<sup><a href="http://blog.lukas-emele.de/2009/03/10/taz-dossier-zum-internationalen-frauentag/#footnote_1_352" id="identifier_1_352" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="In der Printausgabe hat der Artikel den Titel &quot;Oh Freiheit, wie bist du bedr&uuml;ckend&quot;">2</a></sup> :</p>
<blockquote><p><em><span style="font-family: Helvetica,Arial,Lucida;">Zum &#8220;erlaubt ist, was gef&#228;llt&#8221; wird besonders von emanzipierten Frauen gerne ein erleichterter Seufzer ausgesto&#223;en. Damit grenzt man sich von der vermeintlichen Unsexiness der &#8220;befreiten&#8221; M&#252;ttergeneration ab. Nat&#252;rlich ist es genau das, worum es bei der Abstreifung von Normen gehen muss &#8211; aber warum wird diese Freiheit heute so restriktiv gen&#252;tzt? [...] W</span><span style="font-family: Helvetica,Arial,Lucida;">arum m&#252;ssen eigentlich auf einmal dauernd alle sexy sein wollen?</span></em></p>
<p><em><span style="font-family: Helvetica,Arial,Lucida;">Die Antwort ist so einfach wie komplex: weil das, was fr&#252;her in erster Linie als externer Zwang wahrgenommen wurde, heute nach innen gerutscht ist. [...]<br />
</span></em></p>
<p><em><span style="font-family: Helvetica,Arial,Lucida;">Die Disziplinierung des m&#246;glichst normgerecht erotischen K&#246;rpers &#8211; die Normen gibts gratis aus der Mainstream-Popkultur &#8211; geschieht eben nicht, weil man bzw. frau muss, sondern weil sie will. [...]</span></em></p>
<p><em><span style="font-family: Helvetica,Arial,Lucida;">Dabei ist das Belohnungssystem in seiner Paradoxie durchaus frustrierend: jene Frauen, die als besonders sexy gelten, werden oft auch als jene gebrandmarkt, die zu viel Energie f&#252;r ihr &#196;u&#223;eres verschwenden und letztlich dumm und wertlos seien </span></em></p></blockquote>
<p>Aber es geht auch anders, zum Gl&#252;ck gibt es Menschen, die sich den gesellschaftlichen Normen nicht unterordnen:</p>
<blockquote><p><em><span style="font-family: Helvetica,Arial,Lucida;">Froh darf man zum Schluss auch dar&#252;ber sein, dass sich im kulturellen &#8220;Untergrund&#8221; nicht normierte Idole tummeln [...]. </span><span style="font-family: Helvetica,Arial,Lucida;">Die sind sexy, weil sie Selbstbestimmtheit und Autorit&#228;t ausstrahlen und sich nicht, im wahrsten Sinne des Wortes, klein machen oder in aktuelle Sch&#246;nheitsnormen quetschen lassen.</span></em></p></blockquote>
<p>Wie sehr die vermeintlichen Freiheiten als Zw&#228;nge wirken k&#246;nnen, ist eindrucksvoll in dem Artikel &#8220;<a href="http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/maedchen-im-vollrausch/">Saufen, Rauchen, Sex: M&#228;dchen im Vollrausch</a>&#8221; beschrieben. Er zeigt, wie das Ausleben von Freiheit auch als eine Form von Autoagression gedeutet werden kann:<em><br />
</em></p>
<blockquote><p><em>Immer mehr M&#228;dchen sitzen offenkundig einem Mythos auf: Freiheit und Gleichberechtigung durch Exzess. So wanderte 2008 ein neues Schlagwort durch die Medien: Komasaufen. [...]</em></p>
<p><em>Bei einem &#8220;Risikoverhalten dieser Art&#8221;, [...] handelt es sich oft um &#8220;eine Form der Autoaggression&#8221;. [...]<br />
</em></p>
<p><em>Wenn M&#228;dchen, und das scheint zunehmend der Fall, keine Sensibilit&#228;t f&#252;r ihre spezifischen Schw&#228;chen entwickeln, werden sie sich nicht ausreichend sch&#252;tzen. [...]<br />
</em></p>
<p><em>Der zunehmende Alkoholmissbrauch bei M&#228;dchen macht damit einmal mehr deutlich: Gleichberechtigung verlangt, eine grundlegende Ambivalenz auszuhalten. Es gilt, sich &#252;ber die an die Geschlechterdifferenz gekn&#252;pften traditionellen Wertvorstellungen hinwegzusetzen &#8211; und gleichzeitig zu wissen, dass biologische Unterschiede nicht &#252;bergehbar sind.</em></p></blockquote>
<p>Sehr sch&#246;n finde ich, dass in dem Dossier nicht nur auf Sexismus gegen Frauen sondern auf Sexismus gegen M&#228;nner eingegangen wird. Denn das ist ein Thema, das (leider gerade auch von Feminist*innen) verdr&#228;ngt wird. Die taz widmete diesem Thema eine ganze Seite. Zum einen gab es den Artikel &#8220;Zu Tode gekuschelt&#8221;<sup><a href="http://blog.lukas-emele.de/2009/03/10/taz-dossier-zum-internationalen-frauentag/#footnote_2_352" id="identifier_2_352" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="online wohl leider nicht verf&uuml;gbar">3</a></sup> mit f&#252;nf Fallbeispielen f&#252;r Sexismus gegen&#252;ber M&#228;nnern.</p>
<p>Zum anderen zeigt der Artikel &#8220;Mann oder Memme&#8221;<sup><a href="http://blog.lukas-emele.de/2009/03/10/taz-dossier-zum-internationalen-frauentag/#footnote_3_352" id="identifier_3_352" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="auch diesen habe ich online leider nicht gefunden">4</a></sup> , dass Sexismus gegen&#252;ber M&#228;nnern ein Tabu-Thema ist:<sup><a href="http://blog.lukas-emele.de/2009/03/10/taz-dossier-zum-internationalen-frauentag/#footnote_4_352" id="identifier_4_352" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Mit Lenz ist in dem Artikel Hans-Josef Lenz, M&auml;nnerforscher aus Freiburg">5</a></sup></p>
<blockquote><p><em>Die Debatten um Gleichberechtigung basierten &#8220;auf einem hegemonialen M&#228;nnerbild&#8221;, sagt Lenz.</em><em></em> <em>[...]</em></p>
<p><em>Die Dem&#252;tigungen der M&#228;nner hingegen, die nicht dem Klischee des Gewinners entsprechen, sind noch weitgehend tabuisiert. Die Gesellschaft gesteht den M&#228;nnern keinen Schutz vor k&#246;rperlichen und seelischen Verletzungen zu, meint Lenz.</em><em> Verletzlichkeit &#8220;gilt als unm&#228;nnlich&#8221;. Genau das ist die Falle.</em></p></blockquote>
<p>Das Dossier endet mit der Frage um den Sinn und Unsinn des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Binnen-I">Binnen-I</a>. Der Artikel &#8220;<a href="http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/die-erektion-im-text/">Die Erektion im Text</a>&#8221; beleuchtet die Diskussion in der taz-Redaktion um die Verwendung des Binnen-I:</p>
<blockquote><p><em>Das Binnen-I polarisiert. Und diese Polarisierung scheint bei manchen Menschen dazu zu f&#252;hren, dass sie &#252;berhaupt nicht mehr &#252;ber inklusive Sprache nachdenken. [...]</em></p>
<p><em>Sexistische Sprache ist f&#252;r sie sehr viel mehr, als ein Buchstabe vermitteln kann: &#8220;Sprache ist sexistisch, wenn sie Frauen und ihre Leistungen ignoriert; sie ist sexistisch, wenn sie Frauen in Abh&#228;ngigkeit von oder Unterordnung zu M&#228;nnern beschreibt und wenn sie Frauen nur in stereotypen Rollen zeigt.</em></p></blockquote>
<p>Zus&#228;tzlich sind viele Einzelstimmen aus der Redaktion zum Binnen-I abgedruckt, eine kleine Auswahl:</p>
<blockquote>
<ul>
<li><em>Das gro&#223;e &#8220;I&#8221; ist ein Stolperbuchstabe. Genau dazu ist er da: zum Irritieren, Nachdenken und Infragestellen.</em></li>
<li><em>Es gibt starke Hinweise aus der Psycholinguistik, dass das Binnen-I die mentale Repr&#228;sentation st&#228;rker sexualisiert, und zwar bin&#228;r sexualisiert, als die vorherige Praxis.</em></li>
<li><em>Es gibt andere M&#246;glichkeiten, zm Frauen in der taz sichtbar zu machen, zum Beispiel &#252;ber die Themenwahl.</em></li>
<li><em>Das Binnen-I blendet die Ahnung, dass es mehr Geschlechter/Identit&#228;ten geben k&#246;nnte als zwei, zugunsten eindeutiger Verh&#228;ltnisse aus.<br />
</em></li>
</ul>
</blockquote>
<p>Die ge&#228;u&#223;erte Kritik, dass das Binnen-I noch st&#228;rker auf <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gender_binary">Binarit&#228;t</a> (also auf <em>genau</em> zwei Geschlechter) hindeutet, sehe ich auch so. Daher finde ich es gut, dass sich in letzter Zeit Alternativen wie <a href="http://diestandard.at/text/?id=1224776349439">Gender Gap</a> (z.B. taz-Leser_in) und Gender-Sternchen (z.B. taz-Leser*in) entwickeln. Beide Konzepte setzen zwischen die m&#228;nnliche und weibliche Form eine L&#252;cke, die f&#252;r alle die Menschen stehen, die sich weder explizit als m&#228;nnlich noch als weiblich definieren.</p>
<p>Ich pers&#246;nlich bevorzuge das Gender-Sternchen. Das hat keine hochtheoretischen Gr&#252;nde, sondern zum einen empfinde ich das Sternchen <strong>*</strong> &#228;sthetischer als den Unterstrich <strong>_</strong>, zum anderen verwende ich den Unterstrich oft f&#252;r andere Dinge&#8230;</p>
<p>Warum ich das alles erst jetzt blogge: Ich bin erst gestern im Zug dazu gekommen, die Wochenend-taz zu lesen und erst heute wieder im Internet.
<p><u>Anmerkungen:</u></p>
<ol class="footnotes">
<li id="footnote_0_352" class="footnote">der Artikel ist leider nicht online verf&#252;gbar</li>
<li id="footnote_1_352" class="footnote">In der Printausgabe hat der Artikel den Titel &#8220;Oh Freiheit, wie bist du bedr&#252;ckend&#8221;</li>
<li id="footnote_2_352" class="footnote">online wohl leider nicht verf&#252;gbar</li>
<li id="footnote_3_352" class="footnote">auch diesen habe ich online leider nicht gefunden</li>
<li id="footnote_4_352" class="footnote">Mit Lenz ist in dem Artikel Hans-Josef Lenz, M&#228;nnerforscher aus Freiburg</li>
</ol>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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