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	<title>Grüner Nomade &#187; Frau</title>
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		<title>taz-Dossier zum Internationalen Frauentag</title>
		<link>http://blog.lukas-emele.de/2009/03/10/taz-dossier-zum-internationalen-frauentag/</link>
		<comments>http://blog.lukas-emele.de/2009/03/10/taz-dossier-zum-internationalen-frauentag/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2009 11:20:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sex 'n' Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Binnen-I]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Sexyness]]></category>

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		<description><![CDATA[Anl&#228;sslich des Internationalen Frauentages begann die Wochenendausgabe 7./8. M&#228;rz 2009 mit einem 12-seitigen Dossier unter dem Titel "der neue sexismus". Darin waren einige sehr lesenswerte Artikel, deren interessanteste Passagen ich hier wiedergeben m&#246;chte:

Der Editorial-Artikel "wozu noch st&#246;hnen" ((der Artikel ist leider nicht online verf&#252;gbar)) kommt zu folgendem Schluss &#252;ber das wesen des Sexismus:
Das ist ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anl&#228;sslich des Internationalen Frauentages begann die Wochenendausgabe 7./8. M&#228;rz 2009 mit einem 12-seitigen Dossier unter dem Titel &#8220;<a href="http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/?year=2009&amp;month=03&amp;day=07&amp;quelle=TAZ&amp;ressort=sw">der neue sexismus</a>&#8220;. Darin waren einige sehr lesenswerte Artikel, deren interessanteste Passagen ich hier wiedergeben m&#246;chte:</p>
<p>Der Editorial-Artikel &#8220;wozu noch st&#246;hnen&#8221;<sup><a href="http://blog.lukas-emele.de/2009/03/10/taz-dossier-zum-internationalen-frauentag/#footnote_0_352" id="identifier_0_352" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="der Artikel ist leider nicht online verf&uuml;gbar">1</a></sup> kommt zu folgendem Schluss &#252;ber das wesen des Sexismus:</p>
<blockquote><p><em>Das ist vielleicht auch die Botschaft im Jahr 2009: Sexismus ist oft eine Abwertung, die von M&#228;nnern gegen&#252;ber Frauen ausge&#252;bt wird. Aber Sexismus ist vorallem ein System, bei dem viele mitmachen. Frauen wie M&#228;nner. Es ist ein System, das Frauen festlegt und M&#228;nner festlegt. Und das tut beiden nicht gut.</em></p></blockquote>
<p><span id="more-352"></span></p>
<p>Mit den Chancen und vorallem den H&#252;rden f&#252;r Frauen in der Politik besch&#228;ftigt sich der Artikel &#8220;<a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/abgeordnet-untergeordnet/">Abgeordnet. Untergeordnet.</a>&#8221; und kritisiert dabei vorallem die beiden Volksparteien, in denen Frauen zwar bis in Spitzenpositionen gelangen, aber dennoch nur sehr beschr&#228;nkte  Macht haben:</p>
<blockquote><p><em>Macht besteht und entsteht, wo jemand sich was traut, weil er vermutet, dass andere vor Rache oder Strafe zur&#252;ckschrecken. Den Frauen in den Volksparteien gelingt es nicht, solche Macht zu sammeln. Sie haben keine Truppen in der Fraktion, die zu ihnen halten, wenn es eng wird.</em></p></blockquote>
<p>Aber es geht auch anders, das zeigen die Gr&#252;nen:</p>
<blockquote><p><em> Auch der Parteiapparat der Gr&#252;nen ist reizbar, doch er ist klein. Und er ist dank der feministischen Parteitradition auf eine Weise reizbar, die Frauen beg&#252;nstigt. Die Quote &#8211; die die SPD auch hat &#8211; ist nicht Grund daf&#252;r, sondern Ausdruck davon. So kommen Frauen nach vorn, die ihrerseits das Gesch&#228;ft der Intrige sehr gut verstehen und durchaus was an den F&#252;&#223;en haben: Renate K&#252;nast, B&#228;rbel H&#246;hn, Anja Hajduk.<br />
Die Gr&#252;nen zeigen noch den st&#228;rksten Kontrast zum Volksparteiensystem, in dem Frauen nur vordringen, wenn sie niemandem gef&#228;hrlich werden, daf&#252;r aber jemandem nutzen &#8211; einem Mann. Seehofer etwa. Die erfolgreicheren Gr&#252;nenfrauen w&#228;ren als Volksparteigew&#228;chse nicht denkbar. </em></p></blockquote>
<p>Das Freiheiten und gesellschaftliche Zw&#228;nge teilweise sehr dich beeinander liegen zeigt der Artikel &#8220;<a href="http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/der-freie-zwang-zur-sexyness/">Der freie Zwang zur Sexyness</a>&#8220;<sup><a href="http://blog.lukas-emele.de/2009/03/10/taz-dossier-zum-internationalen-frauentag/#footnote_1_352" id="identifier_1_352" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="In der Printausgabe hat der Artikel den Titel &quot;Oh Freiheit, wie bist du bedr&uuml;ckend&quot;">2</a></sup> :</p>
<blockquote><p><em><span style="font-family: Helvetica,Arial,Lucida;">Zum &#8220;erlaubt ist, was gef&#228;llt&#8221; wird besonders von emanzipierten Frauen gerne ein erleichterter Seufzer ausgesto&#223;en. Damit grenzt man sich von der vermeintlichen Unsexiness der &#8220;befreiten&#8221; M&#252;ttergeneration ab. Nat&#252;rlich ist es genau das, worum es bei der Abstreifung von Normen gehen muss &#8211; aber warum wird diese Freiheit heute so restriktiv gen&#252;tzt? [...] W</span><span style="font-family: Helvetica,Arial,Lucida;">arum m&#252;ssen eigentlich auf einmal dauernd alle sexy sein wollen?</span></em></p>
<p><em><span style="font-family: Helvetica,Arial,Lucida;">Die Antwort ist so einfach wie komplex: weil das, was fr&#252;her in erster Linie als externer Zwang wahrgenommen wurde, heute nach innen gerutscht ist. [...]<br />
</span></em></p>
<p><em><span style="font-family: Helvetica,Arial,Lucida;">Die Disziplinierung des m&#246;glichst normgerecht erotischen K&#246;rpers &#8211; die Normen gibts gratis aus der Mainstream-Popkultur &#8211; geschieht eben nicht, weil man bzw. frau muss, sondern weil sie will. [...]</span></em></p>
<p><em><span style="font-family: Helvetica,Arial,Lucida;">Dabei ist das Belohnungssystem in seiner Paradoxie durchaus frustrierend: jene Frauen, die als besonders sexy gelten, werden oft auch als jene gebrandmarkt, die zu viel Energie f&#252;r ihr &#196;u&#223;eres verschwenden und letztlich dumm und wertlos seien </span></em></p></blockquote>
<p>Aber es geht auch anders, zum Gl&#252;ck gibt es Menschen, die sich den gesellschaftlichen Normen nicht unterordnen:</p>
<blockquote><p><em><span style="font-family: Helvetica,Arial,Lucida;">Froh darf man zum Schluss auch dar&#252;ber sein, dass sich im kulturellen &#8220;Untergrund&#8221; nicht normierte Idole tummeln [...]. </span><span style="font-family: Helvetica,Arial,Lucida;">Die sind sexy, weil sie Selbstbestimmtheit und Autorit&#228;t ausstrahlen und sich nicht, im wahrsten Sinne des Wortes, klein machen oder in aktuelle Sch&#246;nheitsnormen quetschen lassen.</span></em></p></blockquote>
<p>Wie sehr die vermeintlichen Freiheiten als Zw&#228;nge wirken k&#246;nnen, ist eindrucksvoll in dem Artikel &#8220;<a href="http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/maedchen-im-vollrausch/">Saufen, Rauchen, Sex: M&#228;dchen im Vollrausch</a>&#8221; beschrieben. Er zeigt, wie das Ausleben von Freiheit auch als eine Form von Autoagression gedeutet werden kann:<em><br />
</em></p>
<blockquote><p><em>Immer mehr M&#228;dchen sitzen offenkundig einem Mythos auf: Freiheit und Gleichberechtigung durch Exzess. So wanderte 2008 ein neues Schlagwort durch die Medien: Komasaufen. [...]</em></p>
<p><em>Bei einem &#8220;Risikoverhalten dieser Art&#8221;, [...] handelt es sich oft um &#8220;eine Form der Autoaggression&#8221;. [...]<br />
</em></p>
<p><em>Wenn M&#228;dchen, und das scheint zunehmend der Fall, keine Sensibilit&#228;t f&#252;r ihre spezifischen Schw&#228;chen entwickeln, werden sie sich nicht ausreichend sch&#252;tzen. [...]<br />
</em></p>
<p><em>Der zunehmende Alkoholmissbrauch bei M&#228;dchen macht damit einmal mehr deutlich: Gleichberechtigung verlangt, eine grundlegende Ambivalenz auszuhalten. Es gilt, sich &#252;ber die an die Geschlechterdifferenz gekn&#252;pften traditionellen Wertvorstellungen hinwegzusetzen &#8211; und gleichzeitig zu wissen, dass biologische Unterschiede nicht &#252;bergehbar sind.</em></p></blockquote>
<p>Sehr sch&#246;n finde ich, dass in dem Dossier nicht nur auf Sexismus gegen Frauen sondern auf Sexismus gegen M&#228;nner eingegangen wird. Denn das ist ein Thema, das (leider gerade auch von Feminist*innen) verdr&#228;ngt wird. Die taz widmete diesem Thema eine ganze Seite. Zum einen gab es den Artikel &#8220;Zu Tode gekuschelt&#8221;<sup><a href="http://blog.lukas-emele.de/2009/03/10/taz-dossier-zum-internationalen-frauentag/#footnote_2_352" id="identifier_2_352" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="online wohl leider nicht verf&uuml;gbar">3</a></sup> mit f&#252;nf Fallbeispielen f&#252;r Sexismus gegen&#252;ber M&#228;nnern.</p>
<p>Zum anderen zeigt der Artikel &#8220;Mann oder Memme&#8221;<sup><a href="http://blog.lukas-emele.de/2009/03/10/taz-dossier-zum-internationalen-frauentag/#footnote_3_352" id="identifier_3_352" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="auch diesen habe ich online leider nicht gefunden">4</a></sup> , dass Sexismus gegen&#252;ber M&#228;nnern ein Tabu-Thema ist:<sup><a href="http://blog.lukas-emele.de/2009/03/10/taz-dossier-zum-internationalen-frauentag/#footnote_4_352" id="identifier_4_352" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Mit Lenz ist in dem Artikel Hans-Josef Lenz, M&auml;nnerforscher aus Freiburg">5</a></sup></p>
<blockquote><p><em>Die Debatten um Gleichberechtigung basierten &#8220;auf einem hegemonialen M&#228;nnerbild&#8221;, sagt Lenz.</em><em></em> <em>[...]</em></p>
<p><em>Die Dem&#252;tigungen der M&#228;nner hingegen, die nicht dem Klischee des Gewinners entsprechen, sind noch weitgehend tabuisiert. Die Gesellschaft gesteht den M&#228;nnern keinen Schutz vor k&#246;rperlichen und seelischen Verletzungen zu, meint Lenz.</em><em> Verletzlichkeit &#8220;gilt als unm&#228;nnlich&#8221;. Genau das ist die Falle.</em></p></blockquote>
<p>Das Dossier endet mit der Frage um den Sinn und Unsinn des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Binnen-I">Binnen-I</a>. Der Artikel &#8220;<a href="http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/die-erektion-im-text/">Die Erektion im Text</a>&#8221; beleuchtet die Diskussion in der taz-Redaktion um die Verwendung des Binnen-I:</p>
<blockquote><p><em>Das Binnen-I polarisiert. Und diese Polarisierung scheint bei manchen Menschen dazu zu f&#252;hren, dass sie &#252;berhaupt nicht mehr &#252;ber inklusive Sprache nachdenken. [...]</em></p>
<p><em>Sexistische Sprache ist f&#252;r sie sehr viel mehr, als ein Buchstabe vermitteln kann: &#8220;Sprache ist sexistisch, wenn sie Frauen und ihre Leistungen ignoriert; sie ist sexistisch, wenn sie Frauen in Abh&#228;ngigkeit von oder Unterordnung zu M&#228;nnern beschreibt und wenn sie Frauen nur in stereotypen Rollen zeigt.</em></p></blockquote>
<p>Zus&#228;tzlich sind viele Einzelstimmen aus der Redaktion zum Binnen-I abgedruckt, eine kleine Auswahl:</p>
<blockquote>
<ul>
<li><em>Das gro&#223;e &#8220;I&#8221; ist ein Stolperbuchstabe. Genau dazu ist er da: zum Irritieren, Nachdenken und Infragestellen.</em></li>
<li><em>Es gibt starke Hinweise aus der Psycholinguistik, dass das Binnen-I die mentale Repr&#228;sentation st&#228;rker sexualisiert, und zwar bin&#228;r sexualisiert, als die vorherige Praxis.</em></li>
<li><em>Es gibt andere M&#246;glichkeiten, zm Frauen in der taz sichtbar zu machen, zum Beispiel &#252;ber die Themenwahl.</em></li>
<li><em>Das Binnen-I blendet die Ahnung, dass es mehr Geschlechter/Identit&#228;ten geben k&#246;nnte als zwei, zugunsten eindeutiger Verh&#228;ltnisse aus.<br />
</em></li>
</ul>
</blockquote>
<p>Die ge&#228;u&#223;erte Kritik, dass das Binnen-I noch st&#228;rker auf <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gender_binary">Binarit&#228;t</a> (also auf <em>genau</em> zwei Geschlechter) hindeutet, sehe ich auch so. Daher finde ich es gut, dass sich in letzter Zeit Alternativen wie <a href="http://diestandard.at/text/?id=1224776349439">Gender Gap</a> (z.B. taz-Leser_in) und Gender-Sternchen (z.B. taz-Leser*in) entwickeln. Beide Konzepte setzen zwischen die m&#228;nnliche und weibliche Form eine L&#252;cke, die f&#252;r alle die Menschen stehen, die sich weder explizit als m&#228;nnlich noch als weiblich definieren.</p>
<p>Ich pers&#246;nlich bevorzuge das Gender-Sternchen. Das hat keine hochtheoretischen Gr&#252;nde, sondern zum einen empfinde ich das Sternchen <strong>*</strong> &#228;sthetischer als den Unterstrich <strong>_</strong>, zum anderen verwende ich den Unterstrich oft f&#252;r andere Dinge&#8230;</p>
<p>Warum ich das alles erst jetzt blogge: Ich bin erst gestern im Zug dazu gekommen, die Wochenend-taz zu lesen und erst heute wieder im Internet.
<p><u>Anmerkungen:</u></p>
<ol class="footnotes">
<li id="footnote_0_352" class="footnote">der Artikel ist leider nicht online verf&#252;gbar</li>
<li id="footnote_1_352" class="footnote">In der Printausgabe hat der Artikel den Titel &#8220;Oh Freiheit, wie bist du bedr&#252;ckend&#8221;</li>
<li id="footnote_2_352" class="footnote">online wohl leider nicht verf&#252;gbar</li>
<li id="footnote_3_352" class="footnote">auch diesen habe ich online leider nicht gefunden</li>
<li id="footnote_4_352" class="footnote">Mit Lenz ist in dem Artikel Hans-Josef Lenz, M&#228;nnerforscher aus Freiburg</li>
</ol>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Weltfrauentag &#8211; leider immer noch n&#246;tig</title>
		<link>http://blog.lukas-emele.de/2009/03/09/weltfrauentag-leider-immer-noch-noetig/</link>
		<comments>http://blog.lukas-emele.de/2009/03/09/weltfrauentag-leider-immer-noch-noetig/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 08 Mar 2009 23:41:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
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		<description><![CDATA[
Vor wenigen Minuten ist er zu Ende gegangen, seit beinahe einem Jahrhundert gibt es ihn: den Weltfrauentag. Manche Menschen denken, dass Feminismus &#252;berholt und Gleichberechtigung mittlerweile erreicht sei.

Doch das ist leider bei weitem nicht so, daher ist auch der Weltfrauentag nach wie vor n&#246;tig. Zwar sind Frauen vielleicht auf dem Papier gleichberechtigt, aber dennoch ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft" style="width: 190px"><a href="http://www.flickr.com/photos/gruenernomade/3338820787"><img title="Gleicher Lohn: wir sind es 100%ig Wert." src="http://farm4.static.flickr.com/3367/3338820787_a22a8b6b6d_m.jpg" alt="Gleicher Lohn: wir sind es 100%ig Wert." width="180" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Gleicher Lohn: wir sind es 100%ig Wert.</p></div>
<p style="text-align: left;">Vor wenigen Minuten ist er zu Ende gegangen, seit beinahe einem Jahrhundert gibt es ihn: den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Weltfrauentag">Weltfrauentag</a>. Manche Menschen denken, dass Feminismus &#252;berholt und Gleichberechtigung mittlerweile erreicht sei.</p>
<p>Doch das ist leider bei weitem nicht so, daher ist auch der Weltfrauentag nach wie vor n&#246;tig. Zwar sind Frauen vielleicht auf dem Papier gleichberechtigt, aber dennoch werden sie in der Realit&#228;t nach wie vor diskriminiert &#8211; auch in Deutschland. Hier zu Lande verdienen Frauen im Schnitt 23 Prozent weniger als M&#228;nner und sie sind in den Chefetagen der gro&#223;en Firmen so gut wie &#252;berhaupt nicht vertreten, um nur erschreckende zwei Beispiele aus der Arbeitswelt zu nennen.</p>
<p>Aber die CDUCSUSPD-Regierung tut aber so gut wie nichts dagegen. Es ist so wenig, dass Deutschland vom UN-Frauenrechtsausschuss CEDAW<sup><a href="http://blog.lukas-emele.de/2009/03/09/weltfrauentag-leider-immer-noch-noetig/#footnote_0_349" id="identifier_0_349" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Committee on the Elimination of Discrimination against Women">1</a></sup> in ihrem offiziellen regelm&#228;&#223;igen Bericht ger&#252;gt wurde:</p>
<blockquote><p><em>Die deutsche Regierung ergreife keine aktiven Ma&#223;nahmen, um die Diskriminierung von Frauen zu beseitigen. Insbesondere setze sie das laut Konvention vorgesehene Gender-Mainstreaming nicht um. Mit Gender-Mainstreaming soll die Politik pr&#252;fen, ob M&#228;nner und Frauen gleicherma&#223;en von ihrer Politik profitieren.</em></p>
<p>(Quelle: taz: <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/uno-ruegt-gleichstellungspolitik/">Benachteiligung in Deutschland &#8211; UNO r&#252;gt Gleichstellungspolitik</a>, 02.03.2009)</p></blockquote>
<p><span id="more-349"></span></p>
<p>Wichtig ist dabei zusehen, dass Gleichberechtigung nicht alleine ein Thema der Frauen ist, sondern dass es die gesamte Gesellschaft betrifft &#8211; also auch die M&#228;nner. Von Jan Philipp Albrecht und weiteren (m&#228;nnlichen) gr&#252;nen Politikern gibt es einen bemerkenswerten Aufruf mit dem Titel &#8220;<a href="http://janalbrecht.eu/2009/03/06/genderpolitik-ist-jedermanns-sache/">Genderpolitik ist jedermanns Sache!</a>&#8220;. Die Kernbotschaft lautet:</p>
<blockquote><p><em>M&#228;nner d&#252;rfen zu dieser Ungerechtigkeit nicht l&#228;nger schweigen. Deshalb fordern wir alle M&#228;nner auf, sich am internationalen Frauentag offen zu einer tats&#228;chlichen Gleichberechtigung zu bekennen und an den Aktionen zum Frauentag teilzunehmen.</em></p></blockquote>
<p>Die <a href="http://www.gjbw.de">Gr&#252;ne Jugend Baden-W&#252;rttemberg (GJBW)</a> hat anl&#228;ssich des Weltfrauentags in Karlsruhe eine Aktion mit Infostand gemacht (wobei erfreulich viele M&#228;nner teilgenommen haben). Schwerpunkt war die bereits erw&#228;hnten Diskriminierungen in der Arbeitswelt. Auf gro&#223;en Bannern waren die Kernkritikpunkte zu lesen:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>22 % weniger Lohn &#8211; bei gleicher Arbeit!</strong><br />
<strong>M&#228;nnerrunde &#8211; Frauen in Vorst&#228;nden b&#246;rsennotierter Unternehmen: 1%<br />
</strong></p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.flickr.com/photos/gruenernomade/3339643984/"><img title="M&#228;nnerrunde" src="http://farm4.static.flickr.com/3629/3339643984_b4b78a9dbf.jpg" alt="M&#228;nnerrunde" width="500" height="389" /></a><p class="wp-caption-text">M&#228;nnerrunde</p></div>
<p>Bereits im Vorfeld kristisierten die beiden Vorsitzenden der GJBW <a href="http://www.malczak.de/791/aktionen-und-lesestoff-zum-weltfrauentag">Agnieszka Malczak</a> und Oliver Hildenbrand:</p>
<blockquote><p><em>Die Arbeit von Frauen ist 100 % wert, aber die Bundesregierung interessiert das wohl nicht. [...] Eine demokratische Gesellschaft bleibt ohne tats&#228;chlich realisierte Geschlechtergerechtigkeit unvollst&#228;ndig. Die Gro&#223;e Koalition in Berlin, aber auch die schwarz-gelbe Landesregierung in Stuttgart, zeigen sich jedoch einmal mehr ideenlos und unt&#228;tig. Dabei sind die zukunftsf&#228;higen Antworten offensichtlich: Einerseits m&#252;ssen wir endlich die antiquierten Rollenbilder aufbrechen, andererseits kann die Politik mit gesetzlichen Ma&#223;nahmen auch konkret eingreifen.</em></p>
<p>(Quelle: Pressemitteilung &#8220;<a href="http://www.gruene-jugend.de/vorort/laenderinfos/537630.html">Den Frauen die H&#228;lfte der Macht, aber den vollen Lohn!</a>&#8221; der GJBW, 06.03.2009)</p></blockquote>
<p><u>Anmerkungen:</u></p>
<ol class="footnotes">
<li id="footnote_0_349" class="footnote"><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/CEDAW#Committee_on_the_Elimination_of_Discrimination_against_Women">Committee on the Elimination of Discrimination against Women</a></li>
</ol>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://blog.lukas-emele.de/?flattrss_redirect&amp;id=349&amp;md5=59a60598232e211d6a9790242d57b586" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.lukas-emele.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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