Archiv der Kategorie » Umwelt «

Samstag, 13. September 2014 | Autor:
Foto: Opening plenary at April Bonn Climate Change Conference von Adopt A Negotiator bei Flickr unter Creative-Commons-CC-BY-2.0-Lizenz

Klimakonferenz

Ich nehme mal an, dass 99 % von euch noch nie etwas vom Common Reporting Format (CRF) gehört haben; bevor ich mit meinem aktuellen Job angefangen habe, ging es mir nicht anders.

Das CRF ist ein standardisiertes Tabellenformat, um Treibhausgasemissionen zu berichten. Dieses System wurde vom Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) entwickelt und ist das verbindliche Format, in denen Treibhausgasemissionen unter der Klimarahmenkonvention (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) und dem Kyoto-Protokoll berichtet werden. Die CRF-Tabellen sind dabei große Excel-Tabellen mit jeweils ca. 80 standardisierten Tabellenblättern, in die detaillierte Daten zu Treibhausgasemissionen und weiteren relevanten Zahlenangaben (wie beispielsweise Energieverbräuche) eingetragen werden. Jedes Jahr müssen alle Industriestaaten die CRF-Tabellen zusammen mit den Nationalen Inventarberichten (National Inventory Report, NIR) an UNFCCC übermitteln. Die Nationalen Inventarberichte sind wenige bis viele hundert Seiten lang (im Falle der deutschsprachigen Ausgabe des NIR 2014 für Deutschland schlappe 965 Seiten) und enthalten mehr oder weniger genaue Angaben darüber, wie die in den CRF-Tabellen genannten Daten ermittelt wurden. Man kann die Inventarbericht somit als so etwas wie eine Lese- und Verständnishilfe zu den CRF-Tabellen ansehen. NIR und CRF gehören also zusammen. Veröffentlicht werden NIR und CRF-Tabellen einerseits auf der Internetseite der UNFCCC, andererseits in der Regel auch auf den Internetseiten der national zuständigen Behörden (in Deutschland das Umweltbundesamt). weiterlesen…

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Montag, 23. Juni 2014 | Autor:
Earthrise

Earthrise

Das Bild Earthrise ist in meinen Augen eines der besten Bilder überhaupt. Es zeigt den Aufgang der Erde über dem Mondhorizont und wurde von Bill Anders während der Apollo-8-Mission aufgenommen. (Das ist die Apollo-Mission, um die es in meinem letzten Weihnachtstext ging). Nun habe bin ich per Zufall über ein Video der NASA gestolpert, wie das Foto überhaupt entstanden ist.

Bild Earthrise, aufgenommen von Bill Anders (NASA), veröffentlicht auf Wikimedia Commons als Public Domain.

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Montag, 10. März 2014 | Autor:

Heute hat das Umweltbundesamt seine vorläufigen Zahlen zu den Treibhausgasemissionen in Deutschland im Jahr 2013 veröffentlicht. Die Emissionen sind – wie auch schon 2012 – gegenüber dem Vorjahr gestiegen, und zwar um 1,2 %.

Treibhausgasemissionen in Deutschland 1990 bis 2013

Treibhausgasemissionen in Deutschland 1990 bis 2013

Für den Anstieg gibt es wohl mehrere Ursachen. Der größte Anteil geht auf den kalten Winter 2012 zurück, wodurch die Emissionen der vielen Heizungen in den Haushalten, aber auch im Gewerbe- und Dienstleistungsbereich gestiegen sind. Ein weiterer Grund dafür ist, dass die Treibhausgasemissionen wieder in etwa auf dem Niveau von 2010 liegen, ist darin zu sehen, dass es in den letzten Jahren bei der Stromerzeugung zu deutlichen Verschiebungen gekommen ist. Die zeigt das folgende Diagramm zeigt. weiterlesen…

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Dienstag, 24. Dezember 2013 | Autor:
Earthrise

Earthrise

An Heiligabend 1968 umkreisten an Bord von Apollo 8 erstmals drei Menschen den Mond. Dabei machte einer der drei Astronauten diese Aufnahme der über dem Mond aufgehenden Erde mit dem Namen. Dieses Foto ist für mich eines der großartigsten Fotos, die ich jemals gesehen habe. Ebenfalls aus der Mondumlaufbahn sendeten sie eine Lesung aus Genesis 1,1-10 sowie persönliche Grüße als Weihnachtsbotschaft.

In diesem Sinne Frohe Weihnachten und ein gutes Jahr 2014!

Das Foto und die Tonaufnahme sind von der NASA und daher gemeinfrei (verfügbar bei Wikimedia Commons).

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Dienstag, 11. Juni 2013 | Autor:

Wie groß ist der Mond im Vergleich zur Erde? Wie groß ist die Erde im Vergleich zu anderen Planeten? Wie groß sind die Planeten im Vergleich zu unterschiedlichen Planeten? Das Video zeigt es sehr eindrucksvoll.

(Gefunden bei Twitter via @SciencePorn.)

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Sonntag, 02. Juni 2013 | Autor:

Ich finde Himmel und Berge einfach eine tolle Kombination. Mal ruhig und friedlich, mal dynamisch und bedrohlich, oft spannend. Mal Himmel und Berge deutlich voneinander abgegrenzt, mal fließend ineinander übergehend. Diese besondere, oft atemberaubende Ästhetik von Himmel und Bergen in Fotos einzufangen finde ich nicht leicht. Hier aber eine Reihe von Bildern aus Südtirol, von denen ich denke, dass sie einigermaßen gelungen sind.

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Kategorie: Umwelt, Unterwegs  | Tags: , , , ,  | Ein Kommentar
Freitag, 31. Mai 2013 | Autor:

Am Mittwoch veröffentlichte Eurostat, also die europäische Statistikbehörde, eine Schätzung für die CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger (also Kohle, Erdöl, Erdgas etc.) für das Jahr 2012. Die Höhe der CO2-Emissionen wurden aus Veränderungen der Verbräuche an fossilen Energieträgern im Jahr 2012 gegenüber dem Jahr 2011 und den bereits bekannten Emissionsdaten aus den Treibhausgasinventaren der Mitgliedsstaaten für das Jahr 2011 abgeleitet. Gegenüber dem Jahr 2011 sind nach dieser Schätzung die Emissionen EU-weit um 2,1 % gesunken. Die Veröffentlichung enthält nicht nur Emissionsschätzungen für die Europäischen Union als ganzes, sondern auch einzelne Schätzungen für alle 27 Mitgliedstaaten der EU. Die Spanne der Veränderungen der CO2-Emission reicht dabei von einer Steigerung um 6,3 % in Malta bis hin zu einer Senkung um 11,8 % in Belgien und Finnland (Abbildung 1). Im größten Teil der EU, nämlich in 23 Staaten, sind die Emissionen gesunken, in lediglich vier sind sie Staaten gestiegen. Unter letzteren ist auch Deutschland.

Abbildung 1: Veränderung der CO2-Emissionen aus energetischer Nutzung. Relative Veränderung Jahr 2012 gegenüber 2011.

Abbildung 1: Veränderung der CO2-Emissionen aus energetischer Nutzung. Relative Veränderung Jahr 2012 gegenüber 2011.

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Montag, 20. Mai 2013 | Autor:

Bill McKibben und die von ihm gegründete Klimaschutz-NGO 350.org haben einen sehenswerten Film mit dem Titel Do the Math veröffentlicht.

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Dienstag, 14. Mai 2013 | Autor:

Vorgestern veröffentlich und schon millionenfach angeguckt, aber ich stelle es trotzdem hier ein: Tolles Lied toll interpretiert von @Cmdr_Hadfield an Bord der ISS mit tollen Bildern aus dem Weltall.

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Dienstag, 16. April 2013 | Autor:
Profiteure der heutigen Entscheidung

Profiteure der heutigen Entscheidung

Heute war im EU-Parlament die Abstimmung über die Reform (oder besser gesagt das Reförmchen) des Europäischen Emissionshandelssystems. Leider stimmte eine knappe Mehrheit gegen die Backloading genannte Reform.

Viele feiern diese Ablehnung als Erfolg, allen voran unser Bundeswirtschaftsminister:

Dabei wird zweierlei verkannt:

Zum einen ist ein Emissionshandel ohne Belastungen sinnlos: Emissionszertifikate sollen Treibhausgasemissionen verteuern und somit Anreize zu Investitionen in emissionsärmere oder emissionsfreie Technologien anregen. Um überhaupt wirksame Emissionsreduktionen zu bewirken, müssen die Zertifikate eine gewisse Belastung darstellen und brauchen daher ein spürbares Preisniveau. Der Handel mit den Emissionszertifikaten ist also kein Selbstzweck, sondern ein Mittel zu Erreichung eines höheren Ziels.

Zum anderen übersieht diese Position, dass das Klimaschutzziel der EU nicht ausreichend ist. Die EU hat sich bisher zu einer Reduktion der jährlichen Treibhausgasemissionen von 20 % gegenüber dem Basisjahr 1990 verpflichtet. Um das weitgehend akzeptierte Zwei-Grad-Ziel, also der Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur um höchstens 2 °C seit Beginn der Industrialisierung, noch zu erreichen, sind allerdings deutlich größere Emissionsreduktionen notwendig. Im letzten Weltklimabericht des IPCC wurde eine nötige Reduktion des Treibhausgasausstoßes von 25 % bis 40 % für Annex-I-Staaten (also Industriestaaten) ermittelt. Auch der jüngste Emissions Gap Report des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) zeigte, dass deutlich ambitioniertere Reduktionsverpflichtungen nötig sind als bisher global vereinbart. Nimmt man diese wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse als Maßstab, dann ist die Aussage “Klimaziele werden jetzt schon erreicht” nicht mehr haltbar.

Nötig wäre also eine deutliche Verschärfung der Ambitionen der EU beim Klimaschutz. Eine Anhebung des Reduktionsziels auf 30 % wird ja schon länger innerhalb der EU diskutiert. Das Backloading beim Emissionshandel wäre ein erster Schritt hin zu solchen weiteren Emissionsreduktionen.

Zum Weiterlesen, welche Implikationen die heutige Entscheidung auf die europäische und die internationale Klimapolitik hat, empfehle ich das Spiegel-Interview mit Felix Matthes: “Das ist das Ende einer europäischen Klimapolitik”.

Update 17.04.2013: Zweite Leseempfehlung: “Desaster für den Klimaschutz in Europa” von Cerstin Gammelin auf sueddeutsche.de.

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