Archiv der Autorin bzw. des Autors

Samstag, 28. August 2010 | Autor: Lukas

Wusstet ihr, dass ihr ein Bauchgefühl für etwas habt, von dem ihr gar nicht wisst was es ist? Wollt ihr wissen warum Kraftwerke Kühltürme haben? Und wollt ihr wissen was Entropie mit blauen Kügelchen zu tun hat?

Dann schaut euch mal dieses amüsante Video von einem Science Slam an.

Darauf gestoßen bin ich, als ich bei YouTube zum Thema Thermodynamik stöberte.

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Sonntag, 08. August 2010 | Autor: Lukas

Gestern bin ich mal wieder am Flughafen Kassel-Calden vorbeigefahren bin und die dortigen vielen Bauarbeiten gesehen habe, habe ich mich mal ein wenig kundig machen über den Ausbau des Flughafens. Ich habe eine Weile suchen müssen, bis ich auf der Webseite einer Bürgerinitiative dann endlich die Baupläne gefunden habe.

Und dann war ich ersteinmal erstaunt, denn wie auf dem Lageplan deutlich zu erkennen ist, wird da nicht ein Flughafen ausgebaut. Sondern der alte Flughafen wird im Prinzip aufgegeben. Die dort existierenden Gebäude werden wohl als Industriegebiet weitergenutzt.1 Stattdessen wird zwei, drei Kilometer nördlich (auf der anderen Seite der zu verlegenden Bundesstraße) ein komplett neuer Flughafen hochgezogen.

Das finde ich schon ganz schön krass, denn es wird ja immer vom Ausbau des Flughafens gesprochen und nie von einem Neubau. Aber nichts anderes ist es doch, wenn kein Teil des alten Flughafens weiter als Teil des ausgebauten Flughafens verwendet wird. Bisher dachte ich, dass die Landebahn verlegt wird und vielleicht kommt noch das eine oder andere Gebäude dazu. Aber dass es ein so großes Bauprojekt ist, das hätte ich nie geahnt.

Aber wie sollte ich auch darauf kommen, wenn überall von Ausbau gesprochen wird. Die Stadt Kassel benutzt diesen Ausdruck, genauso wie die Gemeinde Calden, auf deren Gemarkung der Flughafen liegt. Und der Flughafenbetreiber natürlich sowieso.

Aber mir bleibt ein unerklärliches Rätsel, warum auch die Presse, allen voran die lokale HNA, aber auch der Hessische Rundfunk, das das Kind nicht klar benennt, sondern sich auch zu dem Euphesmismus des Ausbaus hinreißen lassen.

Anmerkungen:

  1. Das Gebiet, das erhalten bleibt ist das grüne im Plan. Ein bisschen schlecht im Plan zu erkennen ist die alte Landebahn. []
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Samstag, 31. Juli 2010 | Autor: Lukas
friday 021 (2).jpg von gogoolplex unter CC-BY-NC-2.0-Lizenz

friday 021 (2).jpg von gogoolplex unter CC-BY-NC-2.0-Lizenz

Nutzung der Sonnenenergie in der Arktis? Was ist denn das für eine Schnappsidee? Ist das nicht genauso sinnlos, wie eine Skipiste in der Wüste anlegen zu wollen? So weit im Norden scheint doch sowieso das halbe Jahr keine Sonne. Und wenn sie dann mal da ist, dann schafft sie es doch kaum über den Horizont. Außerdem ist es in der Arktis sowieso immer eiskalt.

Das werden wahrscheinlich viele von euch gedacht haben, als sie die Überschrift gelesen haben. Kann aber der Einsatz von solarthermischen Anlagen auch in arktischen Gegenden sinnvoll sein?

Genau diese Frage untersuchte ich zusammen mit einem Kommilitonen für einen Vortrag im Rahmen der Vorlesung Solarthermie-Vertiefung an der Uni Kassel. Konkret haben wir dabei eine Solarthermieanlage für eine kleine fiktive Forschungsstation ausgelegt. Die Wärme der Sonne soll dabei sowohl zur Untersützung der Heizung, als auch zur Trinkwassererwärmung genutzt werden. Die Forschungsstation steht dabei in Ny-Alesund, einem der nördlichen bewohnten Orte der Welt. Ny-Alesund liegt auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen, etwa 1000 km weiter nördlich als die nördlichsten Ausläufer des europäischen Festlands rund um das Nordkap.

Für die Auslegung der Solarthermieanlage haben wir und sehr lange mit den klimatischen Verhältnissen und insbesondere mit der solaren Einstrahlung in Spitzbergen auseinandergesetzt. Für die Temperaturdaten fanden wir verlässliche Daten beim Statistisches Zentralamt Norwegen. Demnach beträgt die Jahresdurchschnittstemperatur in Ny-Alesund bibberig-kalte -6,4 °C. Aber für arktische Verhätnisse ist das sogar noch relativ warm, denn in Spitzbergen sind noch die letzten Ausläufer des Golfstroms zu spüren. Im Juli beträgt die Durchschnittstemperatur immerhin “sommerliche” 4,7 °C. Das ist immerhin so viel, wie in Kassel im März. Dafür wird es dann im Februar mit durchschnittlichen -15,2 °C richtig kalt. Für die Temperaturen hatten wir also Daten, die gut genug waren, um mit ihnen arbeiten zu können.

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Donnerstag, 22. Juli 2010 | Autor: Lukas

Letztes Wochenende besuchte ich zum ersten mal in meinem Leben ein Schützenfest. Solche Feste sind eigentlich nicht mein Fall. aber ich wollte mir das zumindest mal anschauen, um mir ein eigenes Bild machen zu können.

Beim Zapfenstreich – einem sehr militärisch anmutenden Ritual  der Schützenvereine – nahmen auch drei Bundeswehrsoldaten teil. (Der Uniform nach zu schließen davon zwei Soldaten des Heeres und ein Soldat der Marine)1 Das irritierte mich schon wenig. Noch mehr aber irritierte mich, dass der Soldat der Marine eine schwarz-weiß-rote Fahne mit Adler trug. Leider hatte ich keinen Fotoapparat dabei, um das ganze zu dokumentieren.

Ich frage mich jetzt, mit welcher Begründung und auf welcher Grundlage nehmen Soldaten überhaupt an privaten Schützenfesten teil und präsentieren dann auch noch geschichtlich belastete Fahnen? Denn schwarz-weiß-rote Flaggen mit und ohne Adler wurden zur Kaiserzeit2  und auch in der Zeit des Nationalsozialismus3 verwendet, beides alles andere als demokratische, sondern autoritäre bzw. diktatorische Systeme. Das Präsentieren einer schwarz-rot-goldenen Flagge mit Bundesadler hätte ich noch verstanden. Wie aber verträgt sich das Zeigen der schwarz-weiß-roten Flagge mit dem Leitbild der Bundeswehr, nämlich dem Staatsbürger in Uniform?

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Anmerkungen:

  1. Da ich nicht bei der Bundeswehr war, bin ich mir nicht so ganz sicher, ob meine Einschätzung bezüglich der Truppenteile richtig ist. Aber nach durchsicht dieser Bundeswehr-Broschüre über Uniformen liege ich damit aber auch nocht ganz falsch. []
  2. z.B. mit Adler als Kolonialflaggen []
  3. z.B. mit Adler als Reichsdienstflagge []
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Montag, 05. Juli 2010 | Autor: Lukas

Im Juni bin ich leider nicht so viel zum fotographieren gekommen, daher gibt es dieses Mal zwei Fotos mit dem gleichen Motiv, allerdings mit unterschiedlichen Kameraeinstellungen.

Brennender Himmel - 1

Brennender Himmel - 1

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Samstag, 26. Juni 2010 | Autor: Lukas
Klettern am Scharfenstein

Klettern am Scharfenstein

Dieses Semester habe ich im Hochschulsport an der Uni Kassel einen Kletterkurs belegt. Nach einigen Abenden in der Kletterhalle, in denen wir Grundlagen wie die unterschiedlichn Klettertechniken und richtiges Sichern gelernt haben, stand zum Abschluss am letzten Sonntag das Klettern an einem Felsen in freier Natur auf dem Programm. Wir haben uns für den Scharfenstein entschieden, ein Basaltkegel eines ehemaligen Vulkans, ca. 20 km südlich von Kassel. Das Wetter am Sonntag Morgen sah dann aber leider alles andere als toll aus, es hingen dunkle Wolken am Himmel und früh morgens hatte es sogar geregnet. Aber wir haben es riskiert und sind trotz dem unsicheren Wetter zu den Felsen gefahren. Zum Glück, denn das Wetter hielt tatsächlich den ganzen Tag durch, gegen Nachmittag kam zeitweise sogar die Sonne raus.

Am Scharfenstein angekommen hängte unser Kletterlehrer Heinz nacheinander insgesamt sieben Seile für Kletterrouten in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden ein und damit ging die Kletterei für uns los. Da niemand anderes aus unserer Gruppe beginnen wollte, war ich der erste, der sich an den Fels wagte. Zu Beginn war ich etwas unsicher, aber dennoch habe ich gleich die erste Route bis oben hin geschafft. Wenn man – wie ich – bisher nur in der Halle geklettert ist, so ist das Klettern am Fels allerdings einiges anders: In der Halle sind die Griffe und Tritte schön bunt, der Fels hingegen ist einfach grau in grau. Das macht es schwieriger, einen guten Griff zu sehen. Mir ging es oft so, dass ich keinen Griff gesehen habe, aber durch Abtasten des Fels einen guten Griff gefunden habe. Bei manchen Routen sieht man bereits nach wenigen Metern seinen Sicherungspartner bzw. seine Sicherungspartnerin am Boden nicht mehr. Da ist nochmal einiges mehr an Vertrauen nötig, wenn man die Person, der man im Falle des Falles (also bei einem Sturz) sein Leben in die (Sicherungs-)Hände legt, gar nicht mehr sieht. Und man plötzlich den Sinn von klaren, kurzen Kommandos, da es bereits über wenige Meter schwierig wird, sich richtig zu verständigen. Aber nach kurzer Zeit – sprich nach dem Klettern von ein paar Routen – hat man sich an die veränderten Umstände gewöhnt und man fühlt sich ähnlich sicher wie in der Kletterhalle.

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Sonntag, 13. Juni 2010 | Autor: Lukas

Wie vielen anderen Fußballweltmeisterschaften gibt es auch dies mal wieder eine Reihe an Liedern. Von denen, die ich bisher kenne, gefällt mir “Gimme Hope Joachim” von der a-capella-Band Basta am besten, gerade auch, weil es im Liedtext und im Video den ganzen WM-Rummel nicht so ganz ernst nimmt. Und damit ist es vorallem besser als “‘54, ‘74, ‘90, 2010” von Sportfreunde Stiller.

Falls ihr es noch nicht kennt, dann schaut und hört mal hier:

In diesen Minuten wird das Spiel Deutschland – Australien angepfiffen. Wer bereits dem Röhren der Vuvuzelas überdrüssig ist, kann ja während des Spiels ab und zu den Fernseher stummschalten und Gimme Hope Joachim laufen lassen. Das hebt die Stimmung sogar Deutschland in Rückstand gerät ;-)

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Kategorie: Uncategorized  | Tags: , ,  | 10 Kommentare
Mittwoch, 09. Juni 2010 | Autor: Lukas

Endlich war ich mal in und auf dem Reichstag!

Reichstagskuppel I

Reichstagskuppel I

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Montag, 24. Mai 2010 | Autor: Lukas

Vor ein paar Tagen ist etwas kurioses passiert: Ich saß gerade in der Küche, als ich aus dem nebenanliegenden Bad ein merkwürdiges Geräusch hörte. Es klang, wie ein Insekt, das verzweifelt versucht, durch eine Glasscheibe zu fliegen. Nur viel viel lauter. Und irgendwie flatternder. Als ich ins Bad schaute, sah ich einen Vogel wie wild in unserer Badewanne umherflattern. Irgendwie muss sich der Vogel durch den schmalen Schlitz des gekippten Badfensters gezwängt haben.

Amsel in der Badewanne

Amsel in der Badewanne

Aber es war wohl in unserer raumsparenden Sitzbadewanne für die Amsel1 zu eng und zu glatt, um richtig starten zu kommen. So flatterte der Vogel minutenlang umher, aber kam nicht aus der Wanne raus. Ich öffnete das Badfenster ganz und öffnete auch die Fenster im Nebenraum. Da ich ihn durch meine Anwesenheit nicht noch mehr verunsichern lassen wollte, ging ich aus dem Raum und ließ ihn alleine, in der Hoffnung, dass er es vielleicht doch noch schaffen würde, loszufliegen.

Als ich nach ein paar Minuten wieder nachdem Vogel schaute, saß er ziemlich erschöpft auf dem Abfluss der Badewanne. Eigentlich wollte ich ihn in die Hand nehmen und ihn so aus dem Fenster heben, hatte aber dann Angst, ihn dadurch zu verletzten. Also habe ich ein großes Handtuch über den Wannenrand bis auf den Boden gelegt. Vielleicht konnte er daran ja vielleicht hochklettern?

Also ließ ich ihn wieder ein paar Minuten alleine. Als ich wiederkam saß er auf dem Handtuch. Also nahm ich das Handtuch in beide Hände und hielt es senkrecht. Und wie ich vermutet hatte, hielt sich die Amsel am Handtuch fest. Also hielt ich Handtuch mitsamt Vogel vor das Badfenster. Da löste er sich und flog aus dem Fenster davon. In hohem Bogen flog er über den Garten. Ich weiß nicht, ob Vögel so etwas wie Freude empfinden. Aber auf die Art, wie er durch die Luft gegleitet ist, lässt mich dies Gefühl erahnen.

Anmerkungen:

  1. zumindest würde ich die Vogel mit meinen beschränkten ornithologischen Kenntnis als Amsel bezeichnen []
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Kategorie: Umwelt  | Tags: ,  | 8 Kommentare
Montag, 24. Mai 2010 | Autor: Lukas
Alpenpanorama überm Untersee

Alpenpanorama überm Untersee

Alpenpanorama (mit Säntis als höchstem Berg) hinterm Seerücken.

Im Vordergrund ist der Untersee mit dem Damm mit Pappelallee zur Insel Reichenau zu sehen.

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