Diese Woche hat die Arbeitsgemeinschaft Energiestatistiken e.V. (AGEB) ihre Energiestatistik für das Jahr 2008 veröffentlicht. Hier ein paar Auszüge:
Auf den ersten Blick scheint allen Mahnungen zum Energiesparen zum Trotz ist der Primärenergieverbrauch1 im Jahr 2008 gegenüber 2007 weiter angestiegen:
Nach ersten Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) stieg der
Primärenergieverbrauch in Deutschland im Jahr 2008 auf knapp 478 Millionen Tonnen
Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE) oder auf rund 14 000 Petajoule (PJ). Das waren etwa
1 % oder reichlich 5 Mio. t SKE bzw. 159 PJ mehr als im Vorjahr.
Wenigstens beim Stromverbrauch gab es Einsparungen:
Der Bruttostromverbrauch war 2008 erstmals seit Mitte der neunziger Jahre wieder niedriger als im Vorjahr (-0,3 %).
Die Wirtschaftskrise lässt sich auch am Energieverbrauch ablesen:
Festzustellen ist auch, dass die Nachfrage nach Energieträgern in den Monaten November und Dezember vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Krisenerscheinungen insbesondere aus dem industriellen Bereich teilweisekräftig gesunken ist.
Konjunktur- und temperaturbereinigt kommt die Studie zu folgendem Fazit:
Berücksichtigt man die Temperatureinsflüsse und die Lagerbestandseffekte so dürfte der Primärenergieverbrauch im Jahresdurchschnitt 2008 um beinahe 2 % niedriger gewesen sein als 2007.
Zwei Prozent sind zwar kein schlechter Wert, aber es wäre noch deutlich mehr drin. Gerade im Wärmesektor herrscht gibt es noch viele Bereiche, in denen unwahrscheinlich viel Energie verschleudert wird, zum Beispiel in schlecht gedämmten Wohn- und Bürohäusern. Hier wäre eine gezielte staatliche Förderung2 sehr erstrebenswert.
Anmerkungen:
- Als Primärenergie bezeichnet man in der Energiewirtschaft die Energie, die mit den natürlich vorkommenden Energieformen oder Energiequellen zur Verfügung steht, etwa als Kohle, Gas oder Wind. Im Gegensatz dazu spricht man von Sekundärenergie oder Energieträgern, wenn diese erst durch einen (mit Verlusten behafteten) Umwandlungsprozess aus der Primärenergie gewandelt werden. Die nach eventuellen weiteren Umwandlungs- oder Übertragungsverlusten vom Verbraucher nutzbare Energiemenge bezeichnet man schließlich als Endenergie. (Quelle: Wikipedia) [↩]
- zum Beispiel im Rahmen eines auf Nachhaltigkeit orientierten Konjunkturpakets [↩]
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Die Wirtschaftskrise lässt sich ganz deutlich am Energieverbrauch ablesen
Und mit mehr Effizienz in der Energiegewinnung ließe sich die Energiebilanz auch deutlich verbessern. Man muss ja auch nicht immer nur weniger essen, um schlank zu werden.
Eine topp aktuelle Studie zur Energieeffizienz von Wärmepumpen hat z.B. das Fraunhofer Institut veröffentlicht. Sowas kann bzw. sollte man beachten.
http://wp-monitor.ise.fraunhof.....daten.html